Heute, am 5. Juli 2026, wird der Garten des Belvedere in Wien zur Bühne für einen der größten Stimmen unserer Zeit: Jonas Kaufmann. Der gebürtige Münchner, der seit vier Jahren die österreichische Staatsbürgerschaft innehat und in Salzburg lebt, wird mit seinem Klavierpartner Helmut Deutsch ein Programm aus klassischen Liedern, Evergreens aus Operetten und Wiener Lieder präsentieren. Das verspricht nicht nur musikalische Hochgenüsse, sondern auch eine Reise durch die Seele Wiens!

Kaufmann, der sich als Kulturbotschafter für den klassischen Konzertgesang sieht, hat die Wiener Mentalität – eine charmante Mischung aus Klagen und Gelassenheit – schätzen gelernt. Sein Lieblingswort im Wienerischen, „Spompanadeln“, bringt vielleicht ein Schmunzeln in die Gesichter des Publikums. Schließlich weiß man, dass der Startenor nicht nur die hohe Kunst der Musik beherrscht, sondern auch die kleinen Feinheiten des Lebens in der Donaustadt.

Kaufmanns musikalische Reise

Sein Repertoire an diesem Abend wird Lieder von Größen wie Peter Alexander, Georg Kreisler und Hermann Leopoldi umfassen. Kaufmann hat sich in der Vergangenheit immer wieder für die Wiener Musiktradition stark gemacht. Er glaubt, dass Perfektion in der Musik nicht erstrebenswert ist – schließlich macht Imperfektion die Musik lebendig. Das ist eine Sichtweise, die viele seiner Fans nur zu gut nachvollziehen können!

Doch das ist nicht alles. Kaufmann hat kürzlich in der Titelrolle von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ an der Bayerischen Staatsoper geglänzt – eine Inszenierung, die als riesiger Erfolg gefeiert wurde. Das Publikum war begeistert, und die Süddeutsche Zeitung beschrieb seine Leistung als „einsame Klasse“. In großen Chorszenen demonstrierte Kaufmann eine stimmliche Vielfalt, die selbst die innigsten Passagen zum Leben erweckte. Das ist das, was man von einem Künstler wie ihm erwarten darf!

Ein Blick auf die kommende Saison

Die Saison klassischer Musik in Österreich steht vor der Tür. In Wien erwarten uns hochkarätige Konzerte im Musikverein mit Dirigenten wie Andris Nelsons und dem Gewandhausorchester Leipzig. Die Wiener Philharmoniker haben ihr Neujahrskonzert und das Sommernachtskonzert im Schlosspark Schönbrunn angekündigt. Ein Fest für alle Liebhaber klassischer Musik! Und in Salzburg? Da stehen die Osterfestspiele vom 27. März bis 6. April ganz im Zeichen von Wagners „Das Rheingold“. Ein echter Genuss!

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Kaufmann, der auch als Intendant der Tiroler Festspiele Erl fungiert, hat sich zudem über die Kulturkrise bei den Salzburger Festspielen geäußert. Seinen Wunsch nach mehr Konsens in der Personalpolitik hat er klar formuliert. Die Herausforderungen der Zeit scheinen ihn nicht zu entmutigen, sondern motivieren ihn, noch mehr für die Kultur zu tun.

Und dann gibt es da noch seine Hobbys – Tennis, Golf, Segeln und das Fahren mit Oldtimern. Irgendwie spannend, dass ein Star wie er auch Zeit für die kleinen Freuden des Lebens findet. Das zeigt, dass auch große Künstler ganz menschlich sind. Man kann nur hoffen, dass er uns noch viele weitere unvergessliche Abende beschert.