Heute ist der 3.07.2026 und in Salzburg gibt es wieder einmal Aufregung um das Räumliche Entwicklungskonzept (REK). Der Entwurf, der eigentlich die Zukunft der Stadt gestalten sollte, ist nun als nicht genehmigungsfähig eingestuft worden. Das haben sowohl Sachverständige als auch Juristen des Landes klar festgestellt. Wenn man das so hört, fragt man sich unwillkürlich: Was läuft da schief?

WKS-Präsident Peter Buchmüller hat die Sache auf den Punkt gebracht. Er fordert, dass die Anliegen der Wirtschaft ernst genommen werden müssen. „Zurück an den Start“ lautet sein Motto, und das ist auch nötig, denn die Kritikpunkte des Landes sind nicht von Pappe. Da wird eine unzureichende Berechnung des Betriebsbaulandes moniert, und der Mix aus Gewerbe und Wohnen scheint alles andere als durchdacht. Man fragt sich, was da in den Köpfen der Planer herumgegangen ist!

Kritikpunkte im Detail

Die Liste der Kritikpunkte ist lang: Fehlende Vorstellungen bei Transformationsflächen, unzureichender Immissionsschutz, und das alles auf einer rechtlich wackeligen Grundlage. Besonders pikant ist die gesetzwidrige Abgrenzung der Siedlungsschwerpunkte, die sogar die Landebahn des Flughafens umfasst. Das klingt alles ziemlich chaotisch und lässt einen an der Planungskompetenz zweifeln. Buchmüller spricht von einem „vernichtenden Urteil“, und das kann man so stehen lassen.

Seine Forderungen sind klar: Der neue REK soll auf einer soliden Basis fußen und die Bedürfnisse sowohl der Bürger als auch der Betriebe berücksichtigen. Konkrete Zahlen gibt es auch: 69 Hektar sollen für die Wirtschaft gesichert werden, davon 31 Hektar für rein gewerbliche Nutzungen. Das klingt nach einem Plan, der endlich etwas Struktur in die Sache bringen könnte.

Die Verkehrspolitik im Fokus

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verkehrspolitik. Buchmüller lehnt eine autofeindliche Haltung ab und fordert stattdessen ein Konzept, das die Erreichbarkeit von Betrieben sicherstellt. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Unternehmer hier durchatmen. Schließlich will niemand, dass sein Geschäft wegen unzureichender Verkehrsplanung ins Hintertreffen gerät. Ein Verkehrskonzept, das die Bedürfnisse der Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt, wäre da mehr als angebracht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Stadt sollte nicht nur einen Plan B mit positiven Anreizen für die Verkehrsmittelwahl vorlegen, sondern auch in den Dialog mit den Unternehmen treten. WKS hat bereits angeboten, mit der Stadtpolitik zusammenzuarbeiten, um ein wirtschaftsfreundliches REK zu entwickeln. Hoffentlich wird das ernst genommen, denn die Zeit drängt.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Stadt Salzburg hier gefordert ist. Es wird höchste Zeit, dass man sich den Herausforderungen stellt und eine Lösung findet, die allen Beteiligten gerecht wird. Die Wirtschaft braucht Raum zum Wachsen, und die Stadt sollte bereit sein, diese Herausforderung anzunehmen – denn die Zukunft der Stadt steht auf dem Spiel.