Die Wintersaison 2025/26 hat für den Wintersporthandel in Österreich einen vielversprechenden Start hingelegt. So zieht Sport 2000 Österreich eine starke Bilanz und verzeichnet ein beeindruckendes Wachstum von plus 12 Prozent im Verleih. Die Organisation hat ihren Sitz in Ohlsdorf, Oberösterreich, und profitiert von der hohen Begeisterung für das Skifahren sowie der steigenden Nachfrage nach Serviceleistungen und hochwertigem Equipment. Ein klarer Trend zeigt sich: Die Kunden entscheiden sich zunehmend für Upgrades in höheren Skikategorien und bevorzugen digitale Abwicklungen.
Die Geschäftsführerin Irina Andorfer hebt hervor, dass es bei Sport 2000 Österreich nicht nur um Produkte geht, sondern vor allem um Service und Dienstleistung. In einem Markt mit einem Gesamtvolumen von rund 2,41 Milliarden Euro und 750 Sportfachhändlern, die oft Familienbetriebe sind, wird deutlich, dass fast die Hälfte des Umsatzes in touristischen Gebieten erwirtschaftet wird. Die Nachhaltigkeit im Sportfachhandel wird durch die Home of Experts-Strategie unterstrichen, die Fachhändler:innen als kompetente Partner im Sportbereich positioniert.
Die digitale Transformation im Verleih
Ein bedeutender Aspekt des Wachstums ist die Digitalisierung im Verleihsegment. Digitale Buchungsbestätigungen ermöglichen eine Speicherung von bis zu 50 Prozent der Buchungen digital. Diese Entwicklung wird als Wachstumstreiber erkannt, und die Digitalisierung soll weiter ausgebaut werden, insbesondere im rent-Segment für die Wintersaison 2026/27. Die Konsumenten erwarten nicht nur Kompetenz, sondern auch schnelle Lösungen und ein umfassendes Einkaufserlebnis.
Die positive Stimmung im Sportartikelhandel wird durch die Gespräche bei der Touring Preview in Hochfügen untermauert. Trotz der herausfordernden Marktlage zeigt sich, dass 2024 als turbulentes Jahr für die Sport- und Outdoorbranche prognostiziert wird. Branchenakteure, wie Markus Hochlahner von Atomic, berichten von großem Interesse an Produkten sowohl von Händlern als auch Endkunden. Martin Stolzenberger von Bergzeit sieht zwar Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, spürt jedoch auch die Zurückhaltung der Kunden, insbesondere aufgrund hoher Preissteigerungen.
Kundenbindung durch Events und Service
Die Nachfrage nach Sportausrüstung bleibt ein zentrales Thema. Marken- und Handelsexperten setzen zunehmend auf Events zur Kundenbindung und -gewinnung. So nutzt beispielsweise Bergzeit Veranstaltungen, um die Kundenbeziehungen zu stärken und Kaufanreize zu schaffen. Von Nachhaltigkeitsabenden bis hin zu Meet-and-Greet-Events mit Athleten – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch kleinere Events, wie Lauftreffen, werden von Mitterer eingesetzt, um die Kundenbindung zu fördern und Marktanalysen durchzuführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wintersporthandel in Österreich auf einem vielversprechenden Weg ist. Die Kombination aus qualitativ hochwertigen Produkten, exzellentem Service und einer durchdachten Digitalisierung könnte sich als Schlüssel zum Erfolg erweisen. Während die Branche weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert ist, bleibt die Begeisterung für den Wintersport ungebrochen.