Vielfalt bewahren: Die Zukunft unserer Ernährung sichern
In den letzten Jahren hat die Landwirtschaft in Österreich mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Der Klimawandel, geopolitische Unsicherheiten und volatile Märkte setzen den Betrieben zu. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf die Wurzeln der Ernährungssicherheit besinnen und die Sortenvielfalt in den Fokus rücken. Dies war auch das zentrale Thema beim Biodiversitätsgipfel in Schiltern, Niederösterreich, wo Experten über die Rolle der Sortenvielfalt diskutierten. Es wird immer klarer: Der Erhalt von Arten- und Sortenvielfalt ist nicht nur wichtig für stabile Erträge, sondern auch für unsere Innovationsfähigkeit und die sichere Lebensmittelversorgung.
Markus Kaser von SPAR Österreich hob hervor, dass die Sortenvielfalt ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Sein Unternehmen setzt auf langfristige Partnerschaften, gentechnikfreie Produktion und hohe Qualitätsstandards. In einem Klima, in dem kleine Züchtungsbetriebe durch die EU-Saatgut-Verordnung und neue Gentechnik-Diskussionen unter Druck geraten, zeigt eine Umfrage, dass 30% der europäischen Vielfaltsbetriebe eine Reduktion ihrer Sortimente erwägen. Das klingt alarmierend, nicht wahr? Volker Plass von ARCHE NOAH betonte, dass die Sortenvielfalt in der Praxis der Regionen entsteht. Es ist also an uns, vor Ort aktiv zu werden.
Lebensmittelhandel als Treiber für Biodiversität
Der Lebensmittelhandel spielt eine entscheidende Rolle in diesem Zusammenhang. Besonders SPAR hat sich zum Ziel gesetzt, mit Produzenten zusammenzuarbeiten, die auf vielfältige Sorten und nachhaltige Anbaumethoden setzen. Wusstet ihr, dass über 30% des Obst- und Gemüsesortiments von SPAR aus biologischer Landwirtschaft stammt? Das ist doch ein schöner Schritt in die richtige Richtung! Daniela Haluza von der Medizinischen Universität Wien unterstrich zudem die wichtige Verbindung zwischen Biodiversität, Ernährung und Gesundheit. Wenn wir die Vielfalt der Natur schützen, schützen wir auch unsere Gesundheit.
Eine besondere Stimme in dieser Debatte ist Spitzenkoch Paul Ivić, der eindringlich warnt: „Der Verlust von Biodiversität beeinträchtigt Geschmack und Qualität der Lebensmittel.“ Das bringt uns zu einem weiteren Punkt: Das Bewusstsein für Biodiversität in der Bevölkerung ist ausbaufähig. Kaser appelliert an Schulen, Ernährungs- und Umweltbildung stärker zu verankern. Das ist eine Herausforderung, die wir unbedingt annehmen sollten!
Nationale Strategie für genetische Ressourcen
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nationale Strategie zu genetischen Ressourcen für Ernährung, Landwirtschaft, Forst und Fischerei, die im Jahr 2024 vorgestellt wird. Diese Strategie zielt darauf ab, die Versorgung mit Nahrungs- und Futtermitteln sowie Rohstoffen nachhaltig zu sichern. Die Herausforderungen wie Klimakrise, Artensterben und Ressourcenverbrauch gefährden unsere Ernährungssicherheit. Umso mehr müssen wir die langfristige Erhaltung und nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen in den Mittelpunkt stellen.
Ein paar Handlungsfelder dieser Strategie sind die Stärkung der Erhaltung genetischer Ressourcen in ihrer natürlichen Umgebung, die Förderung nachhaltiger und diversifizierter Produktionssysteme und der Ausbau des Monitorings der genetischen Vielfalt. Die Strategie wurde in Zusammenarbeit mit Fachbeiräten und im Rahmen eines Beteiligungsprozesses entwickelt, der bereits 2022 begann. Es ist wichtig, dass wir bei diesen Themen gemeinsam an einem Strang ziehen.
Schlussendlich wird klar: Die Zukunft unserer Ernährung hängt von der Vielfalt der Sorten ab. Nur wenn wir diese Vielfalt erhalten, können wir den Herausforderungen der Zeit begegnen. Also, lasst uns engagiert bleiben, denn jeder kleine Schritt zählt!
