Heute ist der 6.06.2026, und die Wirtschaft in Ungarn steht vor einem großen Umbruch. Mit der neuen Regierungsverordnung, die in der Nacht auf Samstag im Amtsblatt veröffentlicht wurde, wird der Zuzug von Gastarbeitern aus Nicht-EU-Ländern drastisch eingeschränkt. Das ist ein starkes Stück, besonders für die rund 90.000 Arbeitnehmer, die bereits in Ungarn tätig sind. Unter dem neuen Ministerpräsidenten Peter Magyar, der seit dem 9. Mai 2026 regiert, setzt die Tisza-Partei auf eine strikte Linie. Die Wähler haben am 12. April zugunsten dieser Partei entschieden, und nun sieht es so aus, als ob sie ihr Wahlversprechen ernst meint.

Magyar kritisierte im Wahlkampf die Vorgängerregierung von Viktor Orbán, die eine reibungslose Rekrutierung von Arbeitskräften außerhalb der EU ermöglicht hatte. Diese Praxis wird nun gestoppt. Die neu eingeführte Regelung besagt, dass keine neuen Aufenthaltsgenehmigungen mehr unter den Bedingungen der alten Gastarbeiter-Regelung erteilt werden. Die Begründung? Mehr ungarische Arbeitnehmer sollen in Jobs kommen, und die Löhne dürfen nicht durch ausländische Beschäftigung gedrückt werden. Klingt nach einer logischen Überlegung, oder?

Die Auswirkungen auf die Wirtschaft

Nun, so einfach ist es nicht. Branchen wie die Automobilherstellung, die Akkumulator-Industrie sowie das Bau- und Gastgewerbe sind auf Gastarbeiter angewiesen. Laut Schätzungen könnte der Arbeitskräftemangel in vielen Sektoren bald spürbar werden. Die Arbeitgeberverbände warnen bereits, dass ohne die ausländischen Arbeitskräfte die Produktivität leiden wird. Vor allem Saisonarbeiter aus Ländern wie den Philippinen, der Ukraine, China, Vietnam und Indien sind unverzichtbar.

Die Tisza-Partei plant, ab Juni 2026 die Einreise neuer Nicht-EU-Gastarbeiter zu stoppen. Das bedeutet, dass der Status der bereits bestehenden Arbeitnehmer von der Gültigkeit ihrer Genehmigungen abhängt. Die Verordnung lässt offen, ob diese Genehmigungen verlängert werden können. Tausende ausländische Gastarbeiter verfolgen die politischen Entwicklungen mit Argusaugen, denn das Wahlergebnis könnte direkte Auswirkungen auf ihre Arbeitserlaubnisse haben.

Ein Blick in die Zukunft

Die Fidesz-Partei, die unter Orbán regiert hat, plante, das bestehende Gastarbeitersystem beizubehalten, während die Tisza-Partei nun eine schärfere Position einnimmt. Es wird also spannend, wie sich die Dinge entwickeln. Die Fidesz-Partei hat versprochen, die legale Einreise für Mangelberufe aufrechtzuerhalten und die Nutzung von arbeitgebergesponserten Genehmigungen fortzusetzen. Doch die Tisza-Partei hat das klare Ziel, den Zuzug neuer Gastarbeiter zu stoppen, um ungarischen Arbeitnehmern den Vorrang zu geben.

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Was bedeutet das für die bestehenden Gastarbeiter? Es ist unklar, ob ihre Genehmigungen bald widerrufen werden. Man kann sich vorstellen, dass die Verlängerungsregeln strenger werden, und in bestimmten Sektoren könnte der Zugang zu diesen Verlängerungen sogar ganz wegfallen. Das sind beunruhigende Aussichten für viele, die sich in Ungarn ein neues Leben aufgebaut haben. Die Wahl 2026 könnte also nicht nur über die politische Landschaft Ungarns entscheiden, sondern auch über die Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven tausender Menschen.