Heute ist der 19.04.2026 und in Salzburg gibt es erfreuliche Nachrichten aus der Welt der Energiesparpolitik. Eine aktuelle Untersuchung von der Fachhochschule Salzburg (Campus Kuchl) zusammen mit dem Referat für Energiewirtschaft und -beratung des Landes hat den energetischen Zustand der Gebäude in der Stadt unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist mehr als erfreulich: Der energetische Zustand hat sich in den letzten Jahren besser entwickelt, als viele gedacht hätten.
Erstmals wurden flächendeckend Energieausweise ausgewertet, und die Studie zeigt, dass zwischen 45 und 61 Prozent des technisch möglichen Energieeinsparpotenzials durch Sanierungen bereits abgeschöpft sind. Besonders bemerkenswert ist, dass der Energiebedarf für das Heizen um rund ein Drittel reduziert wurde. Von 2017 bis 2024 sank der Energiebedarf für Raumwärme um durchschnittlich 2,25 Prozent pro Jahr, insgesamt also um 18 Prozent.
Fortschritte und Ziele
Mit einer Sanierungsrate von etwa 3,4 Prozent jährlich liegt Salzburg über den angestrebten Zielwerten von zwei bis drei Prozent. Landesrat Maximilian Aigner sieht die Ergebnisse als Bestätigung der erfolgreichen Energiepolitik in Salzburg. In den letzten 20 Jahren wurden zwei von drei Ölkesseln durch moderne, erneuerbare Heizungen ersetzt. Dennoch laufen noch rund 30.000 alte Ölheizungen, von denen viele veraltet sind.
Um den Austausch fossiler Heizkessel weiter zu fördern, hat das Land eine Förderstrategie mit einem Budget von rund vier Millionen Euro ins Leben gerufen. Durchschnittliche Haushalte können durch den Umstieg auf erneuerbare Heizungen etwa 1.000 Euro pro Jahr an Heizkosten einsparen. Die Förderung für den Umstieg beträgt derzeit 3.000 Euro und kann in Kombination mit Bundesprogrammen auf bis zu 10.000 Euro ansteigen. Die Zahl der Förderansuchen steigt stetig.
Ein Blick in die Zukunft
Diese Studie zeigt nicht nur die Fortschritte, die im Bereich Energiesparen im Gebäudesektor in Salzburg erzielt wurden, sondern auch die Schritte, die noch bevorstehen. Die kontinuierliche Verbesserung der energetischen Standards ist von großer Bedeutung für die Zukunft der Stadt und des Landes, vor allem im Hinblick auf die Klimaziele.
Die Entwicklungen in Salzburg könnten als Vorbild für andere Regionen dienen, die ebenfalls auf erneuerbare Energien setzen und den CO2-Ausstoß reduzieren möchten. Mit einer engagierten Politik und informierten Bürgern ist es möglich, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und gleichzeitig die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden zu steigern. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, und man darf gespannt sein, wie sich die Situation in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.