Heute ist der 16.07.2026 und wir blicken auf eine bewegte Exportlandschaft in Niederösterreich. Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von 28,34 Milliarden Euro exportiert. Das klingt beeindruckend, dennoch gab es einen Rückgang um 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesländervergleich belegt Niederösterreich den dritten Platz und zeigt damit, dass wir hier ganz schön was draufhaben. Die wichtigsten Exportmärkte sind Deutschland, Ungarn, Italien, Tschechien und Polen. Besonders spannend: Die Exporte nach Ungarn, Italien, Tschechien und Polen sind gestiegen – Ungarn sogar um 0,5 Prozent und Italien um 3,7 Prozent! Ganz anders jedoch die Situation mit Deutschland, wo die Exporte um 3,3 Prozent gesunken sind. Trotz alledem bleibt Deutschland mit 7,4 Milliarden Euro der wichtigste Handelspartner.

Ein Blick auf die USA zeigt, dass hier ein deutlicher Rückgang von 17,9 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro zu verzeichnen ist. Die Gründe dafür sind vielfältig: geopolitische Krisen, Handelskonflikte und die US-Zollpolitik machen den Unternehmen zu schaffen. Besonders die Maschinen und mechanischen Geräte haben gelitten – ein Rückgang um 8,1 Prozent ist da nicht zu ignorieren. Aber es gibt auch Lichtblicke: Die Exporte von elektrischen Maschinen und Waren aus Eisen oder Stahl haben zugenommen. Das zeigt, dass es auch in schwierigen Zeiten Chancen gibt, die es zu nutzen gilt.

Die Exportdynamik unter der Lupe

<pIm Jahr 2023 wurde die Marke von 30 Milliarden Euro Warenexportwert erstmals überschritten, was ein echter Meilenstein ist. Doch die Exportdynamik hat sich danach verlangsamt. Rund 70 Prozent des Gesamtexports gehen in die zehn wichtigsten Exportmärkte. Und ja, Deutschland ist nach wie vor mit über 26 Prozent der wichtigste Exportmarkt. Die USA, kurioserweise der einzige Fernmarkt unter den Top 10, zeigt sich ebenfalls als wichtiger Partner, auch wenn die Exporte dorthin mit einem Plus von 1,6 Prozent nicht im gleichen Maße wie in der Vergangenheit wachsen.

Die Rückgänge in andere Märkte sind allerdings alarmierend – nach Deutschland mit -9,4 Prozent, der Schweiz mit -21 Prozent und Frankreich sowie Slowenien mit jeweils -10 Prozent, sind das keine guten Nachrichten. Es wird klar, dass die Zölle der USA auf Waren aus der EU für wachsende Unsicherheiten sorgen. Um dem entgegenzuwirken, müssen niederösterreichische Unternehmen verstärkt mit anderen Wirtschaftsräumen zusammenarbeiten und Alternativen schaffen. Die EU-Handelsabkommen bieten hier neue Geschäftschancen und könnten die Situation verbessern.

Wachstumspotenziale und Herausforderungen

Die fünf wichtigsten Exportwarengruppen sind alles andere als langweilig: Maschinen und mechanische Geräte, elektrische Maschinen, mineralische Brennstoffe, Zugmaschinen und Waren aus Eisen oder Stahl. Der Maschinenbau und die Nahrungsmittelindustrie tragen in erheblichem Maße zum Exportvolumen bei, während der Pharmaexport sogar um 40 Prozent gestiegen ist – was für eine Überraschung! Holz- und Holzwaren sowie Papier und Pappe zeigen ebenfalls Zuwächse. Hier tut sich also einiges.

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Ein weiteres spannendes Thema ist der Wiederaufbau der Ukraine, wo die Exporte um 26 Prozent gestiegen sind. Das ist nicht nur eine wirtschaftliche Chance, sondern auch ein Zeichen der Solidarität. Zudem sollten wir die EU-Beitrittsperspektiven von Montenegro und Albanien nicht aus den Augen verlieren – das könnten langfristige Chancen für den niederösterreichischen Export sein.

Die Zahlen und Statistiken, die wir hier sehen, stammen aus dem ITGS-Tool (International Trade in Goods Statistics), das monatliche Ausgaben mit Handelsstatistiken bereitstellt. Wer sich intensiver mit den Daten auseinandersetzen möchte, kann auf verschiedene Abonnementmodelle zurückgreifen. Das zeigt, wie dynamisch und herausfordernd der internationale Handel ist – und wie wichtig es ist, am Puls der Zeit zu bleiben.