In der heutigen Geschäftswelt spielt Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen müssen sich nicht nur um den eigenen Profit kümmern, sondern auch um die Umwelt und ihre sozialen Auswirkungen. Das hat auch die aktuelle Podcast-Folge von „Wirtschaft kompakt“ unter die Lupe genommen. Im Gespräch mit Alexander Rehbogen, dem Leiter des Umwelt Service Salzburg, wird klar: Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein nettes Extra, sondern eine ernsthafte Managementaufgabe für Unternehmen. Rehbogen beleuchtet, wie wichtig professionelles Energie- und Ressourcenmanagement geworden ist und erklärt, dass der Handlungsdruck für Unternehmen steigt – und das nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben.

Besonders spannend wird es, wenn die neue EU-Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ (EmpCo) ins Spiel kommt. Diese soll Greenwashing verhindern und dafür sorgen, dass Unternehmen transparente und nachvollziehbare Nachhaltigkeitsaussagen machen. Ab dem 27. September 2026 müssen alle Produkte den neuen Anforderungen entsprechen – und das ohne Übergangsfrist! Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt handeln müssen, um sich vor rechtlichen Konsequenzen zu schützen und das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen. Rehbogen hebt die Chancen hervor, die sich aus dieser Richtlinie ergeben. Ein durchdachtes Energie- und Ressourcenmanagement kann für viele Unternehmen zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden.

Die Herausforderungen der neuen Richtlinie

Die EmpCo-Richtlinie bringt klare Vorgaben mit sich: Von allgemeinen Umweltaussagen, die nachweisbar sein müssen, bis hin zu strengen Anforderungen an CO₂-Kompensationen. Hier gibt es keinen Platz mehr für vage Versprechen oder irreführende Aussagen. Unternehmen sind aufgefordert, ihre Nachhaltigkeitskommunikation zu überarbeiten – und das nicht nur für den B2C-Bereich, sondern auch B2B-Unternehmen sollten sich der neuen Realität anpassen. Wer jetzt noch mit schwammigen Begriffen um sich wirft, könnte schnell in rechtliche Schwierigkeiten geraten. Das betrifft alle, die ihren Kunden etwas über ihre Umweltleistungen erzählen möchten. Der Bundesgerichtshof hat bereits deutlich gemacht, dass Begriffe wie „klimaneutral“ klar definiert sein müssen. Und das ist nur einer der Punkte, die Unternehmen im Auge behalten sollten.

Aber es gibt nicht nur die EmpCo-Richtlinie, die Unternehmen und ihre Strategien beeinflusst. Ab 2025 treten zudem eine Reihe weiterer wichtiger Vorschriften in Kraft. Die EU-Entwaldungsverordnung wird illegale Regenwaldrodungen bekämpfen, und die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird für große Unternehmen verpflichtend. Diese Richtlinie, die bereits seit 2024 gilt, sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Nachhaltigkeitspraktiken offenlegen müssen. Und wenn sie das nicht tun, könnten sie bald vor großen Herausforderungen stehen. Besonders die großen Player, die über 50 Millionen Euro Umsatz oder mehr als 250 Mitarbeiter haben, sollten sich jetzt rechtzeitig vorbereiten.

Ein Blick in die Zukunft

Die Gesetzeslage in Europa ist im Wandel. Ab dem 1. Oktober 2023 wird der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) in Kraft treten, der darauf abzielt, Treibhausgasemissionen bei importierten Gütern zu regulieren. Und die EU-Ökodesignverordnung, die seit Juli 2024 in Kraft ist, wird spezifische Regeln für Produkte aufstellen, die kreislauffähig sein sollen. Das bedeutet, dass Unternehmen nicht nur in Bezug auf ihre Umweltaussagen, sondern auch bei der Produktentwicklung und Verpackung umdenken müssen. Wer hier nicht mitzieht, könnte schnell ins Hintertreffen geraten.

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Die Luft wird dünner, und Unternehmen sind gefordert, sich auf diese Veränderungen einzustellen. Die Podcast-Reihe „Wirtschaft kompakt“ bietet Unternehmern wertvolle Informationen und Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der neuen Gesetzgebung ergeben. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Themen der Wirtschaftskammer Salzburg und internationale Key-Note-Speaker einen großen Teil der Diskussionen ausmachen. Wer also auf dem Laufenden bleiben will, sollte unbedingt in die aktuelle Episode reinhören. Sie ist auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website der WKS abrufbar.