Am 23. April 2026 fand der erste Flachgauer Wirtschaftstag statt – ein Event, das die Unternehmer und Innovatoren der Region zusammenbrachte, um über Herausforderungen und Chancen in der Wirtschaft zu diskutieren. Mit etwa 70 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht und bot ein Forum für Austausch und innovative Ideen. Der Marktforscher Paul Eiselsberg eröffnete den Tag mit einem spannenden Impulsvortrag zum Thema „Wenn der Wandel sichtbar wird – eine Analyse der österreichischen Gegenwartsgesellschaft“. Seine Analyse regte nicht nur zum Nachdenken an, sondern lieferte auch wertvolle Einblicke in die aktuelle wirtschaftliche Lage Österreichs.

Im Anschluss an den Vortrag fand eine lebhafte Talkrunde statt. Mit dabei waren Martin Kaswurm, der WKS-Bezirksstellenobmann, Peter Buchmüller, der WKS-Präsident, Stephan Winzer, der Hausherr der Bio-Nahrungsmittel GmbH, und Karoline Edtstadler, die Landeshauptfrau. Gemeinsam erörterten sie die Stärken und Herausforderungen des Flachgaus, der von Kaswurm als wirtschaftlich stärkster Bezirk in Salzburg bezeichnet wurde. Besonders hervorgehoben wurden die über 11.800 aktiven Betriebe und die 70.000 Beschäftigten, die in dieser Region tätig sind. Zudem liegt die Arbeitslosenquote bei erfreulichen 3,5 % – eine positive Nachricht für alle, die im Flachgau leben und arbeiten.

Herausforderungen und Chancen

Die Teilnehmer äußerten sich durchweg positiv über die Veranstaltung. Alexandra Schorn, eine Baumeisterin aus Anif, betonte die Wichtigkeit solcher Formate für den Austausch zwischen den Unternehmern. Dennoch wurden auch die Herausforderungen, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind, nicht ausgeblendet. Vor allem die steigenden Energiekosten und die Bürokratie machen vielen Unternehmern zu schaffen. Die jährlichen Bürokratiekosten in Salzburg belaufen sich auf unglaubliche 2,1 Milliarden Euro, und rund 80 % der Unternehmer beklagen sich darüber.

Peter Buchmüller kündigte an, im Sinne der Unternehmer für einen Bürokratieabbau zu kämpfen, während Landeshauptfrau Edtstadler die Unterstützung der Politik in diesem Bereich betonte und auf eine eigens gegründete Task Force verwies. In diesem Zusammenhang berichtete Stephan Winzer von seiner Bio-Nahrungsmittel GmbH, dass die Nachfrage in den letzten zwei Jahren um 15 % gestiegen ist, doch die gestiegenen Kosten nur schwer an die Kunden weitergegeben werden können. Solche Herausforderungen sind es, die die Kreativität und den Unternehmergeist in der Region auf die Probe stellen.

Hidden Champions im Flachgau

Der Flachgau ist nicht nur für seine zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen bekannt, sondern auch für seine Weltkonzerne wie Red Bull, Palfinger und dm. Diese „Hidden Champions“ sind es, die das Wirtschaftsleben in der Region prägen und immer wieder neue Impulse setzen. Die Veranstaltung bot eine ausgezeichnete Gelegenheit, diese Champions sichtbar zu machen und ihre innovativen Ansätze zu würdigen.

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Insgesamt war der erste Flachgauer Wirtschaftstag ein voller Erfolg. Der Austausch zwischen Unternehmern, Politikern und Experten wird dazu beitragen, die Region weiterhin innovativ und wettbewerbsfähig zu halten. Der Weg ist noch lang, doch mit engagierten Akteuren und einem starken Netzwerk ist der Flachgau gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft.