Heute ist der 2.06.2026 und in Salzburg gibt es Neuigkeiten, die nicht nur Touristen interessieren dürften. Die Stadt hat nun erstmals Höchsttarife für Fiakerfahrten eingeführt. Ja, richtig gehört! Das Gesetz zur Regelung der Preise ist durch, und es gibt nun ganz klare Ansagen: 61 Euro für 25 Minuten und 122 Euro für 50 Minuten. Der Fiaker-Obmann, Franz Winter, der seit über drei Jahrzehnten im Geschäft ist, betont, dass diese neue Regelung den wildwüchsigen Preisverfall in den Griff bekommen soll. Damit wird sichergestellt, dass alle Fahrer den gleichen Betrag verlangen und erhalten – ein Schritt in die richtige Richtung, könnte man sagen!

Die Gäste zeigen sich verständnisvoll und begrüßen die einheitliche Regelung. Schließlich hat man ja auch nichts davon, wenn man für die gleiche Leistung unterschiedlich tief in die Tasche greifen muss. Und das Kartellamt wird so auch nicht mehr vor der Tür stehen müssen – eine Win-Win-Situation, wenn man so will! In Salzburg sind derzeit 14 Fiaker im Einsatz, und alle halten sich an die freiwilligen Ruhepausen für ihre Pferde. Es gibt zwar noch Diskussionen über hitzefreie Tage für die Tiere, aber eine verpflichtende Regelung wird nicht gewünscht. Freiheit für die Fiaker, könnte man sagen!

Die Bedeutung der Peitsche

Jetzt könnte man meinen, dass die Peitsche ein grausames Instrument ist, aber weit gefehlt! Im Fiakerbetrieb wird sie nicht als Foltergerät eingesetzt, sondern vielmehr als Kommunikationsmittel. Ja, die Peitsche hilft, die Beziehung zwischen Mensch und Pferd zu optimieren. Vertrauen ist das A und O in der Ausbildung der Tiere. Antoine de Pluvinel sagte einst: „Auf ein Pferd, das aus Angst gehorcht, ist kein Verlass.“ Das ist ein weiser Spruch, und genau so sehen es auch die Fiaker. Sie setzen die Peitsche sparsam ein, um ihren Pferden Anweisungen zu geben – sei es für Gangartwechsel oder Richtungsänderungen. Im Grunde ist die Peitsche wie eine Verlängerung des Arms des Kutschers, der ja nicht auf dem Pferd sitzt.

Das Schnalzen mit der Peitsche wurde übrigens bereits 1773 durch ein Dekret von Kaiser Joseph II. verboten. Man wollte den Tieren die Angst nehmen, und das ist bis heute ein wichtiges Anliegen. Natürlich gibt es immer schwarze Schafe, die ihre Tiere schlecht behandeln – das wird verurteilt! Wer Misshandlungen beobachtet, sollte dies umgehend dem Veterinäramt (MA60) melden. Es ist wichtig, dass die Fiaker ihren guten Ruf bewahren.

Ein Blick auf die Vergangenheit

Die Fiaker und ihre Tradition haben in den letzten Jahren allerdings auch einige Herausforderungen durchlebt. Skandale im Pferdesport haben das öffentliche Bild beeinflusst, und so kommt es, dass Fiaker oft fälschlicherweise beschuldigt werden, ihre Pferde auszupitschen. Diese Vorurteile zu entkräften, ist eine ständige Aufgabe, die vor allem Franz Winter und seine Kollegen immer wieder anpacken müssen. Ehrlich gesagt, das ist nicht fair – die meisten Fiaker behandeln ihre Tiere mit Respekt und Liebe. Es ist eine Kunst, diese Beziehung zu pflegen, und die meisten Kutscher wissen, dass ihre Pferde mehr als nur Arbeitsgeräte sind.

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So, während Salzburgs Fiaker weiterhin durch die malerischen Gassen fahren, bleibt eines klar: Die neuen Höchsttarife sind ein wichtiger Schritt für die Branche. Und wenn man dann in einem der Fiaker sitzt, kann man sich nicht nur an der schönen Aussicht erfreuen, sondern auch an dem Wissen, dass hier alles fair zugeht – für Mensch und Tier.