Am 10. April 2025 fand im malerischen Salzburg eine Veranstaltung statt, die sich ganz dem Empowerment von Frauen in der Wirtschaft widmete. Die „Frau in der Wirtschaft on Tour“ machte Halt im Salzburger Heimatwerk eG, und das mit einem ganz besonderen Ziel: Unternehmerinnen die Möglichkeit zu geben, hinter die Kulissen anderer Betriebe zu blicken und sich auszutauschen. Eine wunderbare Idee, oder? So konnten Visionärinnen, Gründerinnen und Führungskräfte, die sich im Club Frau in der Wirtschaft organisieren, neue Impulse und Inspirationen sammeln.
Die charmante Gastgeberin, Mag.a (FH) Hildegund Schirlbauer, Geschäftsführerin des Heimatwerks, empfing die Teilnehmerinnen im traditionellen Dirndl. Ein Aperitif wurde gereicht, und schon bald war die Stimmung heiter und ausgelassen. Es war ein Fest der Begegnung, das gleichzeitig die Geschichte des Salzburger Heimatwerks würdigte. Gegründet 1946, feierte das Heimatwerk im Februar 2023 bereits sein 80-jähriges Bestehen. Ein Grund zur Freude, der mit einer Ehrenurkunde gefeiert wurde – und das ganz ohne öffentliche Fördermittel! Das Heimatwerk finanziert sein kulturelles Engagement aus eigener wirtschaftlicher Kraft.
Handwerk in Tradition
Das Angebot des Heimatwerks ist bemerkenswert. Rund 200 handgefertigte Dirndl warten darauf, entdeckt zu werden – in den unterschiedlichsten Größen, Schnitten und Farben. Und das Besondere? Die Schneiderin Eva erklärte, dass die Herstellung eines Dirndls mindestens 150 Arbeitsstunden in Anspruch nimmt. Das ist wirklich beeindruckend! Lehrling Sophia Wesenauer präsentierte zudem die maßgeschneiderten Unikate, darunter ein kunstvoll besticktes Taufkleid, das sicherlich viele Herzen berührt hat.
Ein weiterer Höhepunkt war die Ausstellung „Goldfäden der Zeit – 70 Jahre gelebte Geschichte“ der „Goldhauben Mozartstadt“. Diese ist bis zum 13. Juni 2026 zu sehen und lädt dazu ein, tief in die Geschichte des Handwerks einzutauchen. Der Tourismus ist für das Heimatwerk eine der wichtigsten Einkommensquellen, und Aufträge für Maßanfertigungen kommen sogar aus dem Ausland. Dies zeigt, wie wertvoll und gefragt die handwerkliche Kunst in der heutigen Zeit ist.
Netzwerke der Stärke
Doch die Initiative „Frau in der Wirtschaft“ geht weit über diesen Tag hinaus. Zukünftige Touren sind bereits in Planung, um Frauen in verschiedenen Berufsfeldern zu unterstützen und zu inspirieren. Auch die Leitung des Clubs Frau in der Wirtschaft, NAbg. Tanja Graf, setzt sich mit viel Elan für die Stärkung und Vernetzung von Unternehmerinnen in Salzburg ein. Sie weiß, wie wichtig es ist, dass Frauen gemeinsam auftreten und sich gegenseitig unterstützen.
Die Mitglieder profitieren von Einladungen zu Vorträgen, Exkursionen und gesellschaftlichen Events. Ein aktives Diskussionsforum ermöglicht es, Geschäftskontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen. Hier wird klar, dass Netzwerke wie der Club Frau in der Wirtschaft eine immense Bedeutung haben: Sie schaffen Raum für Sichtbarkeit und bessere Rahmenbedingungen für Frauen in der Wirtschaft.
In einer Zeit, in der es immer noch Herausforderungen gibt – sei es in der Gründung, Unternehmensnachfolge oder in Führungspositionen – ist es wichtig, dass Frauen in der Wirtschaft zusammenhalten. Ähnlich wie die „Business Women IHK“ in Deutschland haben auch die Salzburgerinnen das Ziel, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern voranzutreiben und den Frauenanteil in Gründungen und Führungspositionen zu erhöhen. Sie alle setzen sich für eine Zukunft ein, in der Frauen in der Wirtschaft nicht nur sichtbar, sondern auch erfolgreich sind.