In der Frauen-Bundesliga gibt es wieder Grund zur Freude! Die besten Spielerinnen und Trainer der Saison wurden ausgezeichnet, und der große Gewinner ist niemand geringerer als Dušan Pavlović von Red Bull Salzburg, der zum Trainer der Saison gekürt wurde. Es ist schon beeindruckend, wie viel Herzblut und Engagement in dieser Auszeichnung steckt. Die Entscheidung fiel nicht einfach, sie wurde von Trainern, Sportdirektoren und Kapitäninnen der Bundesligaclubs getroffen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten Stefan Kenesei von Austria Wien und Laurent Fassotte von St. Pölten. Pavlović selbst sieht die Auszeichnung als Bestätigung für seine Arbeit und die seines engagierten Betreuerstabs.

Der Betreuerstab von Pavlović ist eine echte Truppe: Co-Trainerin Isabella Schweighofer, Torfrauentrainerin Carolin Größinger, Athletiktrainer Markus Huthöfer und Physiotherapeutin Chiara Kubis – ohne sie wäre der Erfolg nicht denkbar. In dieser Saison hat sein Team das ÖFB-Cupfinale erreicht, das gegen Austria Wien ausgetragen wurde. Und nicht zu vergessen: Zwei Spielerinnen, Sara Grabovac und Alessia Pamminger, haben sich als Talente für die U19-EM in Bosnien-Herzegowina qualifiziert. Das spricht für die hervorragende Nachwuchsarbeit, die unter Pavlovićs Leitung geleistet wird.

Ein Mann mit Visionen

Dušan Pavlović, 40 Jahre alt und seit zwei Jahrzehnten in Salzburg beheimatet, hat eine bewegte Karriere hinter sich. Ursprünglich aus Serbien stammend, kam er als aktiver Spieler nach Österreich und begann früh mit den Trainerausbildungen. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn mit 32 Jahren sammelte er Erfahrung beim Salzburger Fußballverband, wo er Trainer in verschiedenen Altersstufen war. Besonders bemerkenswert ist, dass er zuvor Cheftrainer der U16 bei der Akademie Ried war, bevor er die Herausforderung im Frauenfußball bei Red Bull Salzburg annahm. Sein erster Kontakt zur renommierten Fußballakademie kam durch Manfred Pamminger zustande, und es scheint, als hätte es sofort gefunkt.

In den ersten drei Jahren bei Red Bull Salzburg erlebte er viele Erfolge, darunter auch Siege gegen Bayern München U16 und den Gewinn der Meisterschaft in der Future League (U20). Letztes Jahr übernahm er den FC Bergheim, wo er viele Spielerinnen von der U16 und U20 mitnahm. Sein Fokus liegt klar auf der Entwicklung junger Talente. Es ist ihm ein großes Anliegen, dass die Spielerinnen nicht nur sportlich, sondern auch persönlich wachsen.

Die Zukunft des Frauenfußballs

Die Entwicklung im Frauenfußball ist ein großes Thema – international wie auch in Österreich. Pavlović ist überzeugt, dass es noch viel zu tun gibt, um den Frauenfußball weiter voranzubringen. Er betont die Wichtigkeit einer Perspektive für Mädchen in der Region bis zur Bundesliga. Es ist ein bisschen wie ein schleichender Wandel, der gerade in der Gesellschaft stattfindet. Und auch wenn aktuell keine Pläne für durchgängige Mädchenteams ab 12 oder 14 Jahren bestehen, ist der Ansatz, dass Mädchen zunächst mit Burschen spielen, ein interessanter Weg, um den Sport für alle zugänglich zu machen.

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In seiner Freizeit ist Pavlović ein ganz normaler Kerl: Er genießt es, Zeit mit Freunden zu verbringen, geht spazieren, radfahren und ins Fitnessstudio. Das klingt alles sehr nach einem gesunden Ausgleich zum Trainingsalltag. Und wenn man ihn fragt, hat er ein gutes Gefühl bei Red Bull Salzburg und ist überzeugt von der Zusammenarbeit. Ein bisschen Nostalgie schwingt mit, wenn er an seine Anfänge im Fußball zurückdenkt, an sein erstes Spiel gegen eine Burschenmannschaft, das ihm gemischte Gefühle beschert hat.

Die Website frauen.dfb.de ist eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über den Frauenfußball, mit Berichten, Einblicken und dem ganzen Drumherum, was die Frauen-Bundesliga, die U-Nationalteams und vieles mehr betrifft. Die Sichtbarkeit des Frauenfußballs wird durch Aktionen wie die DFB Women’s Week gefördert. Auch die Talentförderung, die Entwicklung junger Spielerinnen sowie die Thematisierung von Schiedsrichterinnen und Trainerinnen sind aktuell sehr wichtige Themen. In diesem Sinne ist es schön zu sehen, dass auch in Salzburg die Begeisterung für den Frauenfußball wächst. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden.