Rasante Eskapaden auf der A10: Wenn Autofahrer die Geschwindigkeitsgrenzen ignorieren
Am 17. Juli 2026, also heute, ist wieder ein skurriler Vorfall auf der A10 Tauernautobahn im Lungau geschehen. Man hätte fast meinen können, die Autobahn sei eine Rennstrecke, so schnell ging es zu. Ein 26-jähriger Nordmazedonier wurde mit sage und schreibe 173 km/h gemessen – und das, wo die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 100 km/h liegt! Da blieb der Polizei nichts anderes übrig, als einzuschreiten: Führerschein abgeben, Auto vorläufig beschlagnahmt. Einmal mehr zeigt sich, dass die Geduld der Ordnungshüter nicht unbegrenzt ist.
Die Szenerie spielte sich im Gemeindegebiet von St. Michael im Lungau ab, wo man sich doch eigentlich auf die schönen Landschaften konzentrieren könnte. Aber offensichtlich zieht es einige dazu, die Geschwindigkeitslimits mit einem gewissen Elan zu ignorieren. Die Polizei hat bereits angekündigt, dass eine Anzeige folgen wird. Da kann man nur hoffen, dass der junge Mann sich beim nächsten Mal besser im Griff hat.
Ein weiteres Mal im Lungau
<pDoch der heutige Vorfall ist nicht der einzige seiner Art. Nur drei Jahre zuvor, am 10. Juli 2026, wurde ein 21-jähriger Autofahrer auf derselben Strecke mit 180 km/h geblitzt. Auch hier war die zulässige Geschwindigkeit von 100 km/h weit überschritten. Der Fahrer, der ein slowenisches Kennzeichen hatte, wurde nach der Geschwindigkeitsmessung von der Polizei gestoppt. Auch ihm wurde der Führerschein vorläufig abgenommen, und die Bezirkshauptmannschaft ordnete die Beschlagnahme seines Fahrzeugs an. Ein weiterer Beweis dafür, dass einige Autofahrer anscheinend das Wort „Rücksicht“ noch nicht ganz verstanden haben.
Die Polizei hat in beiden Fällen nicht nur die nötigen Maßnahmen ergriffen, sondern auch die Fahrer angezeigt. Es ist interessant zu sehen, wie schnell sich die Situation auf der Autobahn ändern kann, wenn man die Kontrolle über das Fahrzeug verliert – und das nicht nur im übertragenen Sinne. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nicht ohne Folgen. Laut dem Bußgeldkatalog für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Stand Juli 2026, können die Strafen empfindlich sein. Bei einer Überschreitung von 71 km/h und mehr drohen dem Fahrer bis zu 700 Euro Bußgeld und sogar ein Fahrverbot von drei Monaten!
Verkehrssicherheit im Lungau
Aber warum sind Geschwindigkeitsüberschreitungen so gefährlich? Ganz einfach: Die Bremswege und Anhaltewege verlängern sich mit steigender Geschwindigkeit überproportional. Besonders bei nassen oder glatten Straßen kann das fatale Folgen haben. Und nicht zu vergessen – die Reaktionszeit des Fahrers spielt dabei eine entscheidende Rolle. Hier wird deutlich, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht nur dazu da sind, Ordnung zu schaffen, sondern auch, um Leben zu schützen.
In den letzten fünf Jahren gab es jährlich zwischen 2,5 und 3 Millionen Eintragungen im Fahreignungsregister wegen Geschwindigkeitsübertretungen. Das lässt einen doch etwas nachdenklich zurück. Es könnte doch so schön sein, mit einem angemessenen Tempo durch die herrliche Landschaft des Lungaus zu cruisen und die Natur zu genießen, statt Luft zu schnappen wie ein Formel-1-Fahrer auf der Überholspur. Vielleicht sollten wir alle uns ein wenig mehr auf das Wesentliche konzentrieren und die Geschwindigkeit etwas drosseln. Wer weiß, was man alles verpasst, wenn man ständig nur auf der Überholspur ist!
