Am Donnerstag, den 21. Mai 2026, lädt das Katholische Bildungswerk Kuchl zu einer ganz besonderen Veranstaltung ein: „Mit Pionieren der Entwicklungszusammenarbeit im Gespräch“. Es ist nicht nur ein Titel, sondern eine Einladung, hinter die Kulissen der Entwicklungsarbeit zu blicken, die seit über 50 Jahren in Österreich und darüber hinaus wirkt. Ab 19.30 Uhr im Pfarrzentrum Kuchl haben Besucher die Gelegenheit, sich mit den erfahrenen Referenten Dr. Anton Rohrmoser und Anton Wintersteller auszutauschen. Moderiert wird der Abend von Sepp Brandstetter, der sicherstellen wird, dass die Diskussion lebhaft und informativ bleibt.
Dr. Anton Rohrmoser und Anton Wintersteller sind keine Unbekannten in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Rohrmoser, der in den 1960er-Jahren zusammen mit seinem Bruder Franz in Brasilien tätig war, hat eine Methodik entwickelt, die auch heute noch ihre Gültigkeit hat. „Hilfe vor Ort, Hilfe zur Selbsthilfe“, das sind die Prinzipien, auf denen ihr Ansatz fußt. Regionalstrukturen und kulturelle Besonderheiten werden berücksichtigt, um eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu fördern. Diese Philosophie spiegelt sich auch in den aktuellen Projekten wider, die in Österreich und Gambia durchgeführt werden. Wintersteller, als Mitgründer von EZA Österreich, hat seine Spuren hinterlassen und ist nun verstärkt in Afrikaprojekten aktiv. Es ist faszinierend, wie sich die Wege dieser beiden Pioniere über die Jahre entwickelt haben.
Einblicke in die Gründungszeit von EZA
Ein zentraler Punkt des Vortrags wird die Gründung von EZA Österreich vor 50 Jahren sein. Anton Wintersteller wird aus erster Hand berichten, wie alles begann und welche Herausforderungen es zu meistern galt. Die Geschichte der EZA ist nicht nur eine Geschichte der Entwicklungshilfe; sie ist auch eine Geschichte von Hoffnung und Selbstbestimmung. In einer Zeit, in der der Begriff ‚Nachhaltigkeit‘ immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es wichtig zu wissen, wie diese Grundsätze in der Praxis umgesetzt werden.
Die Veranstaltung wird von FS1 Community TV Salzburg aufgezeichnet und kann in der Mediathek oder auf dem YouTube-Kanal der Kuchler Science Talks angesehen werden. So können auch jene, die am 21. Mai nicht persönlich teilnehmen können, die wertvollen Einblicke und Geschichten der beiden Referenten erleben.
Die Vision einer nachhaltigen Zukunft
Österreich engagiert sich aktiv für die „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“, die 17 Ziele umfasst, die im Herbst 2015 von den Staats- und Regierungschefs in New York beschlossen wurden. Ziel dieser Agenda ist es, Menschenwürde, einen gesunden Planeten und gerechte Gesellschaften zu gewährleisten. Die Berichte, die Österreich bis 2030 vorlegen muss, sind ein weiterer Schritt in Richtung einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Entwicklung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das Engagement von Individuen wie Rohrmoser und Wintersteller in diese größere Vision einfügt.
In einer Zeit, in der soziale Inklusion und Gleichstellung der Geschlechter immer mehr in den Fokus rücken, sind die Erfahrungen und Methoden von Pionieren wie ihnen von unschätzbarem Wert. Es ist an der Zeit, den Dialog zu suchen, voneinander zu lernen und gemeinsam an einer besseren Zukunft zu arbeiten.
