Marcel Hirscher, der österreichische Ski-Star, hat weiterhin mit den Folgen eines Kreuzbandrisses zu kämpfen, der ihm im Dezember 2024 beim Training auf der Reiteralm zugefügt wurde. Bei einem Sponsoren-Event in Salzburg sprach er offen über seine Verletzung und die anhaltenden Schwierigkeiten, die damit verbunden sind. Laut Hirscher ist er derzeit nicht in der Lage, auf Skiern zu stehen und fährt seit dem 2. Februar 2026 nicht mehr Ski. Der Kreuzbandriss, der durch einen Innenskifehler beim Riesentorlauftraining verursacht wurde, führte zu einer abrupten Belastung seines Knies, was schließlich zu einem schmerzhaften Sturz führte.
Die Diagnose lautete auf einen Kreuzbandriss sowie eine leichte Verletzung am äußeren Kapselapparat. Hirscher wurde am selben Tag in Radstadt untersucht und abends in Graz operiert. Der Eingriff verlief gut, und er hatte mehr als ein halbes Jahr hart an seinem Comeback gearbeitet, nachdem er vier Jahre pausiert hatte. Doch nun, sechs Monate nach der Verletzung, äußerte Hirscher, dass die Rehabilitation komplizierter geworden sei, insbesondere an der OP-Stelle. Er betonte, dass niemand vorhersagen kann, wie lange seine Ausfallzeit noch dauern wird, und die Möglichkeit eines Comebacks im Ski-Weltcup bleibt ungewiss.
Die Herausforderungen des Comebacks
Bei seinem Comeback, das unter schwierigen Bedingungen stattfand, erzielte Hirscher zunächst Platz 23 beim Auftakt-Riesentorlauf in Sölden und hatte die erste Laufzeit beim Slalom in Levi, die jedoch nicht für den zweiten Lauf ausreichte. Ein Sturz beim Slalom in Gurgl machte die Situation nicht einfacher. Hirscher startete in allen drei Rennen mit hohen Startnummern außerhalb der Top 30, was die Bedingungen zusätzlich erschwerte. Trotz der Herausforderungen gelang ihm im zweiten Durchgang in Sölden die drittbeste Laufzeit auf besserer Piste. Dennoch äußerte er Unzufriedenheit über die Materialabstimmung und fühlte sich unwohl auf den Hängen.
In den letzten Jahren hat Hirscher viel Zeit in den Aufbau seiner eigenen Skimarke investiert. Vom Krankenbett aus reflektierte er über seine Karriere und die Verletzung, bezeichnete die Situation als „großen Cut“ und ließ seine Emotionen im Dialekt durchscheinen. Die Unsicherheit über den Erfolg eines Comebacks nach einer solchen Verletzung ist nicht zu unterschätzen. Die Ruptur des vorderen Kreuzbands führt oft zu langwierigen und kostenintensiven Rehabilitationsverläufen, und es gibt hohe Re-Ruptur-Risiken, die eine Rückkehr ins Mannschaftstraining und in den Wettkampf erschweren können.
Ein Blick in die Zukunft
Die Experten der VBG und des Zentrums für Gesundheit (ZfG) der Deutschen Sporthochschule Köln haben sich in einem Konsensus-Workshop zusammengefunden, um eine Bündelung aus Forschung, Medizin, Athletik und Rehabilitation zu erreichen. Ziel ist die Entwicklung eines fundierten Assessmenttools für die Sportpraxis, das Sportlern wie Hirscher helfen soll, eine informierte Entscheidung über ihre Rückkehr zu treffen. Die kommenden Monate werden entscheidend für Hirscher sein, der plant, sich intensiv auf das Training zu konzentrieren, um an seiner Form und seinen Skiern zu arbeiten.
Für die Skiwelt bleibt die Situation von Marcel Hirscher spannend, und die Fans hoffen auf ein baldiges Comeback des Ausnahmetalents. Doch bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich seine Verletzung weiter entwickeln wird und ob der Skiheld aus Salzburg zurückkehren kann.