In Mauterndorf wird am 24. Juni 2026 ein ganz besonderes Event für pflegende Angehörige stattfinden. Das Tageszentrum des Hilfswerks öffnet um 18 Uhr seine Türen und lädt alle ein, die in der Welt der Pflege tätig sind oder sich einfach nur informieren möchten. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Nicht damit allein! Unterstützung für pflegende Angehörige“ steht, ist Teil eines LEADER-Projekts, das vom Soroptimist International Club Lungau organisiert wird. Das Ziel? Ein persönlicher Austausch, der Raum für die Bedürfnisse und Wünsche der pflegenden Angehörigen schafft. Denn oft fühlt man sich in dieser herausfordernden Rolle allein gelassen.

Eine vierköpfige Studierendengruppe der FH Kärnten wird ebenfalls dabei sein. Unter ihnen sind Eva-Maria Schlick und Simon Scharfetter, die mit frischen Ideen und einer gehörigen Portion Empathie zur Sache gehen. Zusammen mit dem Hilfswerk Salzburg/Regionalstelle Lungau und LEADER Biosphäre Lungau wird eine Plattform geschaffen, auf der Erfahrungen geteilt und neue Unterstützungsangebote entwickelt werden können. Das Seniorentageszentrum selbst feiert an diesem Tag auch ein kleines Jubiläum – 15 Jahre engagierte Arbeit für die Gemeinschaft!

Praktische Impulse und Austausch

Was gibt es noch zu erwarten? Neben dem Austausch werden praktische Impulse zur Muskelkräftigung angeboten, und zwar mit den „Smovey-Ringen“. Diese besonderen Ringe können helfen, das Wohlbefinden zu steigern – gerade für diejenigen, die oft in Stresssituationen stecken. Es wird also eine gute Mischung aus Information und aktiver Teilnahme geboten. Hier können pflegende Angehörige nicht nur ihre Geschichten erzählen, sondern auch etwas für sich selbst tun.

In Deutschland, wo etwa 80% der Pflegebedürftigen von Angehörigen versorgt werden, ist die Situation ähnlich. Kornelia Schmid, die seit 2013 ehrenamtlich für pflegende Angehörige aktiv ist, hat eine Facebook-Gruppe gegründet, die fast 15.000 Mitglieder zählt. Sie kennt die Herausforderungen aus erster Hand. Ihr Mann wurde 1994 mit Multiple Sklerose diagnostiziert, und die Belastung, die diese Situation mit sich bringt, hat sie dazu bewogen, sich für andere zu engagieren.

Die Notwendigkeit von Unterstützung

Die Herausforderungen, vor denen pflegende Angehörige stehen, sind nicht zu unterschätzen. Kornelia Schmid beschreibt, dass es oft an Unterstützung mangelt und die Gesellschaft diese wichtigen Personen oft ignoriert. Ihr Verein „Pflegende Angehörige e.V.“ setzt sich für eine Stimme in der Gesellschaft ein und fordert mehr Zusammenarbeit zwischen professionellen Pflegekräften und Angehörigen. Diese Forderung ist mehr als nur ein Wunsch – sie ist ein Aufruf zur Veränderung!

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Auch in Österreich gibt es Unterstützungsmöglichkeiten, wie die Verhinderungspflege, die von der Pflegeversicherung angeboten wird. Sie greift, wenn die private Pflegeperson ausfällt, sei es durch Krankheit oder Urlaub. Diese Ersatzpflege kann bis zu sechs Wochen im Jahr in Anspruch genommen werden – eine kleine, aber wichtige Erleichterung für viele pflegende Angehörige, die oft an ihre Grenzen kommen.

In diesem Sinne wird die Veranstaltung in Mauterndorf eine wertvolle Gelegenheit sein, sich zu vernetzen und gemeinsam für Verbesserungen zu kämpfen. Der Austausch von Erfahrungen, die Suche nach Lösungen und das Angebot von praktischen Tipps können einen großen Unterschied machen. Lass uns also gemeinsam die Herausforderungen der Pflege angehen und die Stimmen der pflegenden Angehörigen hörbar machen! Es ist Zeit, sich zusammenzuschließen und etwas zu bewegen.