Im Lungau tut sich was! Seit Sommer 2023 ist die Rehkitzrettung und Drohnenassistenz aktiv und bringt frischen Wind in die Wildtierrettungsarbeit. Besonders erfreulich: Heuer stehen den ehrenamtlichen Helfern gleich vier Drohnen zur Verfügung – eine mehr als im Vorjahr! Rehkitzrettungsobmann Michael Doppler ist begeistert von der erhöhten Flexibilität, die dadurch entsteht. Mehr Flächen können nun abgedeckt werden, was die Chancen für die kleinen Reh-Babys deutlich erhöht. Diese technische Unterstützung ist nicht nur innovativ, sondern auch dringend nötig, denn ehrenamtliche Mitglieder haben bereits rund 90 Reh-Babys vor dem Mähtod gerettet!

Ein weiterer großer Schritt wird im Jahr 2026 erfolgen, wenn Drohnenpiloten aus den Reihen der Gemeindejäger von St. Andrä die Einsätze unterstützen werden. Das zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Jägern und Naturschützern ist. Um diese wertvolle Arbeit weiterhin zu ermöglichen, bittet Doppler um Spenden und neue Mitglieder. Wer helfen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: AT39 3506 3000 5919 0538. Jede Unterstützung zählt!

Drohnen als Lebensretter

Die Rehkitzrettung ist Teil eines größeren Bundesförderprogramms, das im Rahmen der Digitalisierungsstrategie eingeleitet wurde. Ziel ist es, Wildtiere – insbesondere Rehkitze – durch den Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras vor dem Mähtod zu schützen. Ab 2026 stehen dafür 2,1 Millionen Euro zur Verfügung, um die Anschaffung von Drohnen zu fördern. Für jeden Teilnehmer gibt es bis zu 3.000 Euro, was für die Vereine eine enorme Unterstützung darstellt.

Antragsberechtigt sind in erster Linie eingetragene Kreisjagdvereine, Jägervereinigungen und Kitzrettungsvereine. Wer also aktiv helfen möchte, sollte sich unbedingt informieren! Die Antragstellung erfolgt online über ein elektronisches System. Und keine Sorge, bis 30. Juni 2026 gibt es genügend Zeit. Das ist doch eine tolle Chance für alle, die sich für den Schutz unserer Wildtiere einsetzen möchten!

Ein Blick in die Zukunft

Ab dem 20. November 2024 wird es auch spezifische Regelungen für den Einsatz von Wildtierrettungsdrohnen in geografischen Gebieten geben. Hierbei dürfen unbemannte Fluggeräte zwischen 250 g und 25 kg unter bestimmten Bedingungen in der „offenen“ Kategorie betrieben werden. Auch wenn der Weg zur Rettung der Rehkitze durch Technik geebnet wird, bleibt die Natur eine Herausforderung. Mindestabstände zu Wohn- und Gewerbegebieten können abweichen, was für die Drohnenpiloten sicherlich eine spannende Aufgabe darstellt.

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Was bleibt, ist die Hoffnung, dass durch die Kombination von Technik und ehrenamtlichem Engagement noch viele Rehkitze in Zukunft gerettet werden können. Denn eines ist klar: Die Arbeit, die hier im Lungau geleistet wird, ist nicht nur für die Rehböcke wichtig, sondern auch für das gesamte Ökosystem. Wenn sich alle zusammenreißen – und das tun sie ja bereits – können wir vielleicht noch mehr bewirken.