Wassergefahr im Sonnenschein: So schützen wir uns vor dem Ertrinken
Heute ist der 24.07.2026 und während die Sonne über Salzburg strahlt, stehen wir vor einem ernsthaften Thema: Ertrinken. Ein schleichender Prozess, der oft unbemerkt bleibt und für viele Menschen zur tödlichen Falle werden kann. In der aktuellen bundesweiten Aktionswoche gegen den Ertrinkungstod, organisiert von der Wasserrettung und dem Samariterbund, wird eindringlich auf die Gefahren hingewiesen, die oft in den stillen Momenten des Wassers lauern.
Michael Kling vom Arbeiter-Samariter-Bund macht deutlich, dass Ertrinkende in den meisten Fällen nicht laut um Hilfe rufen können. Die Kraft fehlt ihnen zum Schreien oder Winken. Daher ist es umso wichtiger, dass Badegäste aufmerksam sind – auch wenn die Sonne scheint und das Wasser einladend wirkt. Die Vorstellung, dass nur Kinder oder ältere Menschen in Gefahr sind, ist ein gefährlicher Trugschluss. Amina Höfinger vom Samariterbund hebt hervor, dass Hitze im Sommer das größte Risiko darstellt. Wer sich zu schnell ins kalte Wasser stürzt, riskiert Kälteschock oder Kreislaufversagen.
Aufmerksame Badegäste
Gerade bei plötzlichen Wetterumschwüngen, wie Gewittern, können sich die Gefahren schlagartig erhöhen. Markus Gewolf von der Wasserrettung Salzburg berichtet von einem Anstieg der Notrufe, insbesondere an Seen im Flachgau. Es sind nicht nur die klassischen Ertrinkungsunfälle, die bei Schönwetter passieren, sondern oft auch dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass nahezu 700.000 Menschen in Österreich nicht schwimmen können. Das sind erschreckende 8 Prozent der Bevölkerung ab fünf Jahren, die sich als Nichtschwimmer deklarieren.
Ein großer Teil der Schwimmausbildung erfolgt durch Eltern, und dennoch schätzen 20% ihre eigenen Fähigkeiten als unsicher ein. Daher ist es wichtig, dass Angebote zur Auffrischung des Schwimmwissens genutzt werden. Diese Aktionswoche bietet unter anderem Freischwimmerprüfungen in Zell am See, ein gemeinsames Schwimmen in Wallersee und einen Infotag zur Sicherheit am Badesee in Uttendorf an.
Richtig handeln im Notfall
Was tun, wenn man Zeuge eines Badeunfalls wird? Zuerst sollte der Notruf abgesetzt werden – die Nummern 144 oder 130 sind da die erste Anlaufstelle. Hilfsmittel, wie Rettungsringe oder auch ein SUP-Board, können aus sicherer Entfernung genutzt werden. Es ist wichtig, nur ohne Eigengefährdung zu dem Verunglückten zu schwimmen und sofort mit der Reanimation zu beginnen, wenn jemand bewusstlos ist. Diese schnellen Handlungen können Leben retten!
Doch nicht nur in Österreich wird gegen das Ertrinken gekämpft. Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rettet jährlich hunderte Menschen vor dem Ertrinken. Ihre Finanzierung erfolgt durch Spenden, die für spezielle Ausrüstung, Boote und die Ausbildung der ehrenamtlichen Retter verwendet werden. Diese engagierten Menschen geben alles, um Leben zu retten – und das ganz ohne Bezahlung! Wer die DLRG unterstützen möchte, kann das über verschiedene Optionen tun: sei es durch Patenschaften, einmalige Spenden oder auch Testamentsspenden. Besonders zur Weihnachtszeit gibt es spezielle Aktionen, die für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen.
Lasst uns also gemeinsam aufmerksam sein und die Sicherheit am Wasser ernst nehmen. Schließlich ist es ein Ort der Freude, des Feierns und der Entspannung – und das sollte auch so bleiben!
