Die Welt des Fußballs hat ihre eigenen Gesetze, und manchmal führen diese Wege weit über die heimischen Grenzen hinaus. Dies zeigt das Beispiel von Alexander Hauser, der im Juli 2024 nach Dschidda, Saudi-Arabien, übersiedelte, um als Co-Trainer bei Al-Ahli zu arbeiten. Zunächst hatte er Bedenken, dass seine Trainerkarriere in der Saudi Pro League ins Stocken geraten könnte. Doch Hauser stellte schnell fest, dass die Realität vor Ort ganz anders aussieht. Der Schritt in die arabische Fußballwelt war für ihn letztlich der richtige, wie er selbst betont.

Seine Entscheidung, nach Saudi-Arabien zu gehen, wurde mit Erfolg belohnt: Hauser führte Al-Ahli zum Triumph in der AFC Champions League, als der Verein im Finale den japanischen Klub Machida Zelvia mit 1:0 besiegte. Diesen Titel bezeichnet er als hoch angesehen in Asien, auch wenn die UEFA Champions League in Europa sicherlich mehr Glamour versprüht. Die Begeisterung für Fußball in Saudi-Arabien ist riesig, und das bewiesen über 40.000 Fans, die die Heimspiele von Al-Ahli besuchten. Nach dem Champions-League-Sieg feierten die Anhänger mit einem kilometerlangen Autokorso durch Dschidda.

Einblicke in die asiatische Fußballszene

Hauser, der zuvor mit Matthias Jaissle in Salzburg österreichischer Meister wurde, beschreibt seine Erfahrungen in Saudi-Arabien als unbezahlbar und sogar wertvoller als die Zeit in seiner Heimat. Er arbeitet nun mit Stars zusammen und muss sich an die lokalen Gegebenheiten anpassen. Bei dem entscheidenden Champions-League-Finale standen gleich neun saudische Spieler in der Startelf. Diese gelebte Integration zeigt, wie weit der Fußball in der Region bereits gekommen ist.

Al-Ahli ist nicht nur der Titelverteidiger in der AFC Champions League, sondern auch für die kommende Saison der 2025–26 AFC Champions League Elite qualifiziert. In der nächsten Ausgabe des wichtigsten Vereinsfußballturniers in Asien, das vom 15. August 2025 bis 22. Dezember 2025 stattfindet, wird der Sieger sogar die Chance haben, sich für den FIFA Intercontinental Cup 2026 und den FIFA Club World Cup 2029 zu qualifizieren. Al-Ahli konnte sich als Sieger der 2024–25 AFC Champions League Elite für das Turnier qualifizieren.

Herausforderungen und Erfolge

Die Finalpartie gegen Machida Zelvia war mit Spannung geladen. Al-Ahli musste fast eine Stunde lang mit zehn Mann spielen, nachdem Zakaria Hawsawi vom Platz gestellt wurde. Trotz dieser Widrigkeiten gelang es dem Team, den Sieg zu sichern, und das entscheidende Tor erzielte der saudische Stürmer Firas Al-Burikan in der sechsten Minute der Verlängerung. Diese Leistung machte Al-Ahli zum ersten Verein seit 2005, der back-to-back asiatische Titel holte. Machida Zelvia hingegen erreichte als erster Finalist in der Vereinsgeschichte das Finale der AFC Champions League, was die Partie zusätzlich aufwertete.

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Die Freude über den Titel wird jedoch von den Herausforderungen, die der Job mit sich bringt, überschattet. Hauser erhält viel zurück durch die Erfolge, doch seine Familie bleibt in Tirol. Trotz der Schwierigkeiten bereut er nicht, nach Saudi-Arabien gegangen zu sein. Er ist überzeugt, dass diese Erfahrungen ihn als Trainer und Mensch weiterbringen werden. Der Fußball in Saudi-Arabien ist auf dem Vormarsch, und Hauser hat einen bedeutenden Teil in dieser aufregenden Entwicklung.

Für weitere Informationen über die AFC Champions League Elite und die kommenden Spiele, besuchen Sie bitte die Kurier-Seite oder die Wikipedia-Seite.