Heute ist der 22.07.2026 und in Salzburg gibt es aufregende Neuigkeiten rund um die Saalach! Der WWF hat die Wahl zum „Fluss des Jahres“ ins Leben gerufen und unsere heimische Saalach gehört zu den Nominierten. Das ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Aufruf, sich mit dem Zustand unserer Gewässer auseinanderzusetzen. Nur 14 Prozent der Flüsse in Österreich sind laut dem nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan in sehr gutem Zustand. Das ist, gelinde gesagt, besorgniserregend!

Jeder Bundesland hat einen Fluss nominiert, und die Kriterien sind klar: ökologischer Zustand, Artenvielfalt, Gefährdung und der Schutzbedarf. In Salzburg zeigt die Saalach, warum sie diese Nominierung verdient hat. Sie ist nicht nur ein wichtiger Lebensraum, sondern auch ein Symbol für die Herausforderungen, denen unsere Gewässer gegenüberstehen. Verbauungen, Wasserkraftwerke und die Klimakrise setzen den Flüssen arg zu und schwächen sie als Lebensräume – das hat der WWF eindrücklich dargelegt. Die Zerstörung ist bereits so weit fortgeschritten, dass mehr als die Hälfte der heimischen Fischarten in Österreich als gefährdet oder schon verschwunden gilt.

Die Nominierten im Überblick

Neben der Saalach kämpfen auch andere Flüsse um die Gunst der Wähler. Da hätten wir zum Beispiel die Donau in Wien, die nicht nur die Stadt durchquert, sondern auch ein wichtiges Ökosystem für Arten wie den Seeadler und den Biber darstellt. In Tirol steht der Lech zur Wahl, einer der letzten Wildflüsse, der die Deutsche Tamariske und Bruträume für Flussuferläufer beherbergt. Oberösterreich schickt die Vöckla ins Rennen, wo der Huchen – eine vom Aussterben bedrohte Fischart – lebt. Auch die Lafnitz im Burgenland und die Lavant in Kärnten haben ihre eigenen Besonderheiten, wie Lebensräume für Biber und Eisvögel. Die Schwarze Sulm in der Steiermark und der Kamp in Niederösterreich vervollständigen die Liste. Schließlich ist da noch der Alpenfluss Meng aus Vorarlberg, der auch seine eigene Geschichte hat.

Die Wahl läuft bis zum 1. September und die Österreicher sind aufgerufen, online abzustimmen. Für alle, die mitmachen wollen, gibt es die Möglichkeit, ihre Stimme unter https://www.wwf.at/fluss-des-jahres/ abzugeben.

Die Dringlichkeit der Renaturierung

Die Nominierung der Flüsse ist Teil eines größeren Bildes. Das Umweltministerium hat eine neue Onlinekarte veröffentlicht, die zeigt, wie Österreich im Rahmen der EU-Renaturierungsverordnung beim Thema Flüsse vorankommen will. Laut einer WWF-Studie könnten bis zu 2.531 Kilometer Flüsse in Österreich renaturiert werden – eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, wie viele Flüsse es gibt, die dringend Hilfe benötigen. Bis 2030 sollen fast 450 Kilometer davon wieder in ihren natürlichen Zustand gebracht werden.

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Besonders spannend ist die Diskussion über die Renaturierung der Isel in Tirol, die, wie WWF-Expertin Marie Pfeiffer kritisiert, im aktuellen Plan nicht berücksichtigt wird. In Salzburg werden Renaturierungsprojekte an der Salzach und Saalach umgesetzt, um Hochwasserschutz zu verbessern. Auch im Burgenland sind umfangreiche Renaturierungen an der Lafnitz vorgesehen, um den steigenden Klimarisiken entgegenzuwirken. Die Pläne sind vielversprechend, aber sie müssen konkretisiert werden, bevor sie an die EU-Kommission weitergegeben werden.

Die Zukunft unserer Flüsse liegt uns allen am Herzen. Die Nominierung unserer Saalach zum „Fluss des Jahres“ ist ein Schritt in die richtige Richtung, um das Bewusstsein für den Schutz und die Renaturierung unserer Gewässer zu schärfen. Lasst uns also gemeinsam für unsere Flüsse eintreten und die Stimmen erheben!