Nach dem kalten Windstoß: Österreichs Fußballteam vor dem Neustart
Das Aus der österreichischen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Spanien war wie ein kalter Windstoß für alle Fans. Ein 0:3 – da kann man schon ins Grübeln kommen. Toni Polster, der große Fußballheld, ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. Wie kann es sein, dass nur Torhüter Alexander Schlager und Marcel Sabitzer wirklich in Hochform waren? Die anderen Spieler schienen oft mehr mit sich selbst als mit dem Spiel beschäftigt zu sein. Ex-Teamchef Hans Krankl schloss sich der Kritik an und stellte fest, dass die körperliche Verfassung des Teams einfach nicht stimmte. Sogar die Mannschaften wie Algerien hätten sich gegen uns behaupten können! Und das ist nicht gerade ein Ruhmesblatt.
Ralf Rangnick, der Teamchef, hatte nach den Spielen vehement bestritten, dass es an der Fitness mangelt. Doch Andreas Herzog, der ebenfalls ein Auge auf die Mannschaft hat, sieht das anders. Im Vergleich zur EM scheint das Fitnesslevel deutlich gesunken zu sein. Krankl bezeichnete die Niederlage gegen Spanien als „Lehrspiel“. Das Team war in allen Belangen unterlegen, und das ist schon eine bittere Pille zu schlucken. Herbert Prohaska, der WM-Teamchef von 1998, ist überzeugt, dass die Mannschaft mehr draufhat, als sie gezeigt hat. Vor allem die Unfähigkeit, eigene Stärken wie das hohe Pressing auszuspielen, wirft Fragen auf.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz all der harschen Kritik unterstützen die Legenden Rangnick. Seine Vertragsverlängerung wird als logischer Schritt angesehen. Krankl betont, dass es an der Zeit für einen Umbau im Team ist – schließlich werden Spieler wie Arnautovic und Alaba bald aufhören. Es braucht keine ganz neue Mannschaft, sondern eine veränderte und verjüngte Truppe, um frischen Wind in die Sache zu bringen.
In der kommenden Zeit geht es für die ÖFB-Auswahl gleich weiter: Am Samstag, den 7. Juni, empfangen sie Rumänien im ausverkauften Ernst-Happel-Stadion. Und nur drei Tage später steht das Auswärtsspiel gegen San Marino auf dem Programm. Diese beiden Partien markieren den verspäteten Auftakt für das Team, das sich im März im Nations-League-Play-off gegen Serbien duelliert hat. In der Qualifikationsgruppe H kämpfen fünf Nationen um den Gruppensieg, und die Konkurrenz schläft nicht. Bosnien führt die Gruppe an, während Österreich, Rumänien und Zypern mit jeweils drei Punkten auf den Fersen sind. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich direkt für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
Rangnick hat ein 27-köpfiges Aufgebot nominiert, darunter gleich vier mögliche Debütanten! Da wären unter anderem Torhüter Nikolas Polster und der Offensivspieler Mathias Honsak. Marko Arnautovic wird aufgrund seines Engagements im Champions-League-Finale später zum Team stoßen. Alexander Schlager fällt aufgrund einer Handgelenksverletzung für mehrere Wochen aus, und auch David Alaba wird verletzt fehlen. Ein bisschen Pech, aber so ist der Fußball. Gernot Trauner ist im ersten Spiel gesperrt – das wird eine Herausforderung, aber hey, die Jungs sind bereit!
Die Vorbereitungen haben bereits begonnen, und das Team wird ab Freitag in Seefeld trainieren. Am Samstagvormittag gibt’s eine öffentliche Trainingseinheit – vielleicht kann man ja einen Blick auf die neuen Talente werfen. Die Stimmung könnte besser nicht sein, und die Fans hoffen, dass die Mannschaft die Kritiken in positive Energie umwandelt. Es wird spannend, wie sich das Team in den kommenden Spielen schlägt!
