Heute ist der 19.06.2026 und die Diskussion um Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberpinzgau nimmt kein Ende. Landesrat Maximilian Aigner von der ÖVP hat jüngst gefordert, dass zügige Lösungen für die naturschutzrechtlichen Fragestellungen her müssen. Spannend, denn während Aigner sich um schnelle Antworten bemüht, kontert Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek von der FPÖ die Kritik mit einer Portion Verwunderung. Sie sieht die Vorwürfe als unbegründet an und bringt zur Sprache, dass das naturschutzrechtliche Verfahren für das Projekt in Hollersbach schnell und lösungsorientiert abgewickelt wurde.

Svazek ist überzeugt, dass Hochwasserschutz und Naturschutz Hand in Hand gehen müssen. Sie zieht eine Verbindung zu den früheren Projekten, die sie zusammen mit dem verstorbenen Landesrat Josef Schwaiger realisiert hat. Dabei geht es ihr nicht nur um das Projekt in Hollersbach; sie fordert ähnliche Lösungen auch für andere Vorhaben im Nationalpark Hohe Tauern. Die Diskussion bleibt also lebhaft und die Umsetzung notwendiger Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberpinzgau ist nach wie vor offen. Es wird zudem betont, dass die Landesregierung die rasche Absicherung der Bevölkerung als oberste Priorität sieht – was angesichts der immer wiederkehrenden Hochwassergefahr nicht ganz unwichtig ist.

Verzögerungen und Herausforderungen

Ein weiteres Thema sind die Verzögerungen, die durch die Landesumweltanwaltschaft verursacht werden, was die gesamte Situation noch komplexer macht. Man könnte fast meinen, hier stehen sich Naturschutz und Hochwasserschutz manchmal selbst im Weg. Aber die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass eine ausgewogene und umsetzbare Lösung für die Region gefunden werden kann. Und das wäre auch dringend nötig, denn wenn man sich umschaut, sieht man, wie wichtig der Hochwasserschutz für die Menschen, die Infrastruktur und die Siedlungen ist.

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz hat kürzlich eine Bilanz zum Hochwasserschutz 2025 gezogen. Die Zahlen sind beeindruckend: 514 Projekte für vorbeugenden Hochwasserschutz wurden gesichert, und dafür stehen Fördermittel von insgesamt 338 Millionen Euro bereit. Allein 134,4 Millionen Euro fließen in Hochwasserschutzprojekte. Es wird deutlich, dass der Schutz der Bevölkerung nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern ernst genommen wird.

Beispiele für Hochwasserschutzprojekte

Ein paar spannende Projekte, die in der Pipeline sind, zeigen, wie konkret die Maßnahmen aussehen. Im Brixentaler Ache, im Tiroler Unterland, wird ein gemeindeübergreifendes Projekt zum Schutz vor 100-jährlichem Hochwasser realisiert. Das schützt mehr als 180 Gebäude und öffentliche Einrichtungen, und für den ersten Bauabschnitt stellt das BMLUK rund 10,5 Millionen Euro bereit. Da werden Dämme, Mauern und hochwassersichere Brücken errichtet – klingt nach einer soliden Lösung!

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Auch im Attergau in Oberösterreich wird ein großes Projekt mit einem Rückhaltevolumen von etwa 700.000 m³ umgesetzt. Hier profitieren mehrere Gemeinden, 850 Menschen und 286 Objekte von den Maßnahmen, die fast 22 Millionen Euro kosten. Die Kombination aus technischen Schutzmaßnahmen und ökologischen Aufwertungen ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Und in Zwölfaxing, Niederösterreich, wurde ein Hochwasserschutzprojekt erfolgreich abgeschlossen, das vor 100-jährlichem Hochwasser schützt – eine echte Errungenschaft!

Der Ausbau erfolgt im Rahmen des Aktionsprogramms „Zukunft Hochwasserschutz 2024+“. Mit der Kampagne „Hochwasser – ich schütze mich!“ soll das Bewusstsein in der Bevölkerung gestärkt werden. Online-Plattformen wie HORA und eHYD bieten umfassende Informationen zu Gefahrenzonen und Wasserständen. Diese Initiativen zeigen, dass man sich nicht nur um die Infrastruktur kümmert, sondern auch die Menschen aktiv einbezieht und informiert – ein wichtiger Aspekt, der oft zu kurz kommt.