Hervis vor dem Aus: 17 Filialen schließen, 100 Arbeitsplätze in Gefahr
Heute ist der 25.06.2026. Schockierende Nachrichten aus der heimischen Sportbranche: Hervis, die bekannte Sporthandelskette, plant die Schließung von 17 Filialen in Österreich bis zum Jahr 2026. Das bedeutet, dass rund 100 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Das ist nicht nur für die betroffenen Mitarbeiter ein herber Schlag, sondern auch für die gesamte Region. Der Hauptsitz von Hervis befindet sich in Salzburg-Wals, und die Schließungen betreffen insgesamt 17 von 93 Standorten im Land, die als nicht ertragbringend eingestuft wurden. Betrüblich, nicht wahr? Auch wenn der genaue Grund für diese radikalen Maßnahmen nicht spezifiziert wurde, ist es offensichtlich, dass der Druck auf den Handel immer größer wird.
Im Rahmen dieser Umstrukturierung gab es bereits einige Schließungen. Die Filiale in Baden hat bereits ihre Türen geschlossen, und auch das SAM Outlet in Salzburg ist nicht mehr geöffnet. Die Liste der betroffenen Standorte reißt nicht ab: Bischofshofen, Deutschlandsberg, Feldkirchen, Hallein, Kitzbühel, Leoben, Lienz, Liezen, Linz (Lentia), Perg, Salzburg (Forum am Hauptbahnhof), Reutte, Steyr, Wels und Wien (Q19) – all diese Orte werden bis 2026 von der Hervis-Karte gestrichen. Die Schließungen sind Teil einer umfassenderen Restrukturierung, die von der Quantum Investment Holding GmbH, dem neuen Eigentümer der Kette, initiiert wurde. Diese Holding wurde 2026 von Sven Voth, dem Gründer von Snipes, und Udo Schloemer übernommen. In Deutschland und Österreich sind die Hervis-Filialen unterschiedlichen Investoren zugeordnet, und die Quantum hat sogar Tochtergesellschaften in Slowenien und Kroatien an andere Investoren verkauft. Das klingt alles nach einem riesigen Puzzle, das gerade umsortiert wird.
Ein Blick auf den Handel in Österreich
Die Lage im Handel insgesamt ist nicht rosig. Laut dem Jahresbericht der KMU Forschung Austria gibt es 2024 mehr als 92.000 Unternehmen im Handel in Österreich. Der Sektor macht 16 % der Unternehmen der marktorientierten Wirtschaft aus und ist mit 30 % der umsatzstärkste Bereich im Land. Dennoch ist ein Rückgang der Anzahl der Unternehmen im Handel zu verzeichnen, was sich auch in der Schließungsquote von 7 % im Jahr 2022 widerspiegelt. Die Umsätze sind zwischen 2023 und 2024 nominell um -0,8 % und real um -1,6 % gesunken. Ganz schön düstere Zahlen, die ehrlich gesagt Sorgen bereiten!
Die Schließungen bei Hervis sind also kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Trends, der den Handel in Österreich betrifft. Die Mitarbeiter in den betroffenen Filialen stehen vor unsicheren Zeiten, während die Branche versucht, sich von einer Rezessionsphase zu erholen. Man fragt sich: Wie kann man in solch einer Situation die Zuversicht zurückgewinnen? Um den Einzelhandel zu stabilisieren, wären konjunkturpolitische Maßnahmen nötig, die die wirtschaftliche Erholung unterstützen, ohne sie zu gefährden. Das klingt nach einer echten Herausforderung für die Entscheidungsträger.
Ein Räumungsverkauf läuft bereits in Garmisch-Partenkirchen, wo die Filiale bis Anfang Juli schließen soll. In Amberg sind ebenfalls bereits Räumungsverkaufs-Schilder sichtbar. Das sind alles Zeichen, die uns vor Augen führen, wie dynamisch und herausfordernd die Handelslandschaft geworden ist. Ein bisschen chaotisch, oder? Aber das ist die Realität unserer Zeit.
