Atmen im Takt: Wie die richtige Technik beim Laufen deine Leistung steigert
Heute ist der 15.07.2026, und während die Sonne über den malerischen Dächern Salzburgs aufgeht, stehen viele Läufer bereit, ihre Runden durch die herrliche Stadt zu drehen. Doch eine oft übersehene Frage bleibt: Wie atmen wir eigentlich beim Laufen? Ein Thema, das Eric Harbour, Sportwissenschaftler an der Universität Salzburg, in den Fokus seiner Forschung gerückt hat. Seine Lauf-App „RunRhythm“ ist dabei ein echter Geheimtipp für alle, die ihre Atemtechnik optimieren möchten.
Wusstet ihr, dass bis zu 40% der Läufer von Atemproblemen berichten? Das kann wirklich frustrierend sein und die Freude am Laufen trüben. Eric Harbour hat einen spannenden Ansatz entwickelt, um dem entgegenzuwirken. Er betont, dass ein gutes Laufgefühl eng mit der Synchronisation von Schritt-, Atem- und Herzfrequenz verbunden ist. Es ist fast wie ein Tanz – wenn die Bewegungen harmonieren, läuft es sich gleich viel besser!
Atemfrequenz im Fokus
Bei der Analyse der Atemfrequenz hat Harbour zwei Hauptfaktoren identifiziert, die unsere Sauerstoffversorgung sichern: die Atemfrequenz und die Atemtiefe. Interessanterweise zählt er die empfohlene Atemfrequenz in Ruhe zu weniger als 10 Atemzügen pro Minute, während beim Laufen 20 bis 30 Atemzüge pro Minute ideal sind. Das klingt nach einer Menge, oder? Aber keine Sorge! Mit der richtigen Technik kann das ganz entspannt vonstattengehen.
Eine entspannte, gleichmäßige Atmung ist das Ziel. Und hier kommt die Zwerchfellatmung ins Spiel, die sich als besonders effektiv erwiesen hat. Das Zwerchfell ist der wichtigste Atemmuskel und unterstützt die Lunge optimal. Wer also beim Laufen Seitenstechen vermeiden möchte, sollte sich an die empfohlene Atemtechnik halten – zwei Schritte einatmen, drei Schritte ausatmen (2:3-Rhythmus) – das verlängerte Ausatmen kann wahre Wunder wirken!
Die richtige Technik lernen
Doch nicht nur die Frequenz ist entscheidend. Falsches Atmen – oft flach und zu schnell, meist nur in die Brust – kann durch körperliche Anspannung, Krankheiten oder psychischen Druck verursacht werden. Hier kommt die Atemübung ins Spiel. Übung macht den Meister, und das gilt auch für unsere Atemtechnik. Atemprobleme beim Joggen sind häufig, vor allem bei Laufanfängern, die oft unter Atemnot und Seitenstechen leiden.
Die gute Nachricht? Atemübungen wie Bauchatmung, Kontaktatmung und Atemmeditation können dabei helfen, die Atemmuskulatur zu trainieren und die Sauerstoffaufnahme zu optimieren. Es braucht Zeit und Geduld, aber die Belohnung ist eine verbesserte Laufleistung und ein besseres Wohlbefinden. Und seien wir ehrlich, wer möchte nicht die gesamte Lungenkapazität nutzen, um beim Laufen noch mehr aus sich herauszuholen?
Zusammen mit der digitalen Unterstützung durch „RunRhythm“ wird das Atmen beim Laufen also nicht nur einfacher, sondern auch strukturiert. Eric Harbour selbst arbeitet als Senior Scientist im Projekt „Next Level of Digital Motion in Sports, Fitness and Wellbeing“ und bringt seine Erfahrung als ehemaliger Leistungssportler und Physiotherapeut in seine Forschung ein. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern zeigt auch, wie wichtig die richtige Atemtechnik für unsere Gesundheit und Leistung ist.
