Heute ist der 10. Juni 2026 und in der Region Salzburg brodelt es – nicht nur in den Töpfen der berühmten Salzburger Küche, sondern auch auf dem Wohnungsmarkt. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, dass wir hierzulande nicht gerade auf der Überholspur fahren, was die Baugenehmigungen betrifft. Österreichweit ist ein Rückgang der Bewilligungen für Wohnbauten zu verzeichnen, und Salzburg hat es geschafft, den traurigen Rekord zu brechen: Hier wurden im letzten Jahr die wenigsten neuen Wohngebäude genehmigt. Um genau zu sein, gab es in Salzburg nur 730 neu bewilligte Gebäude, von denen lediglich 540 Wohngebäude sind. Das ist ein schmaler Schnitt, wenn man bedenkt, dass Kärnten und Niederösterreich, die auf den Plätzen zwei und drei liegen, deutlich mehr auf die Beine stellen.

Im Land Salzburg selbst wurden etwa 2.500 neue Wohnungen genehmigt, wobei sich 1.595 davon in komplett neuen Gebäuden finden. Aber auch das ist im Vergleich zu den Vorjahren ein herber Rückgang. Die Zahlen zeigen, dass wir im Jahr 2025 nur noch rund 32.000 Wohnungen in neuen Bauprojekten genehmigt bekommen haben. Das ist ein Rückgang von fast einem Drittel bei den Fertigstellungen seit 2021 – von 62.000 auf etwa 42.000 im Jahr 2024. Kein Wunder, dass die Menschen auf die Barrikaden gehen und nach Lösungen schreien.

Ein Blick auf die Zahlen

Ein kurzer Blick auf die Wohnbaurate offenbart, dass Vorarlberg mit 8,7 Wohnungen je 1.000 Einwohner die Nase vorn hat. Kärnten, im Vergleich, erreicht nicht einmal die Hälfte dieser Rate. Tirol und Wien sind auch über dem österreichischen Durchschnitt von 5,9 Wohnungen je 1.000 Einwohner. So gesehen, ist Salzburg im wahrsten Sinne des Wortes hinterher. Dabei hat sich der Wohnungsmarkt über die Jahre stark verändert. Eine Studie mit dem Titel „Wie wohnt Österreich?“ zeigt, dass sich die Wohnformen verschieben – vor 1990 lebten weniger als 20% der Menschen in Genossenschaftswohnungen, während es seit 2011 fast 30% sind. Wien hat hier mit etwa 60.000 Genossenschaftswohnungen seit 2011 einen starken Einfluss.

Und was ist mit den Mietpreisen? Sie steigen, keine Frage. In neueren Gebäuden sind die privaten Hauptmieten explodiert, während weniger als die Hälfte der Wohnungen von den Eigentümern selbst genutzt wird. Gemeindewohnungen spielen im Neubau kaum noch eine Rolle – war das vor dem Zweiten Weltkrieg noch ganz anders, als sie 25% der neuen Wohnungen ausmachten. Der Wandel ist also nicht nur spürbar, sondern auch sichtbar. Wo bleibt da die soziale Wohnraumversorgung?

Einordnung und Ausblick

Die quartalsmäßige Baubewilligungsstatistik, die über Baugenehmigungen von Wohnungen und neuen Gebäuden berichtet, zeigt uns, dass diese Daten aus dem Gebäude- und Wohnungsregister stammen. Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, regelmäßig Bewilligungsindikatoren zu melden. Die Werte von 2023 bis 2025 sind allerdings vorläufig – was uns eine gewisse Unsicherheit mit auf den Weg gibt. Aber die ständigen Revisionen und Schätzungen zur Verbesserung der Datenqualität sind notwendig, um ein klares Bild zu bekommen. Ab 2024 können wir auch für Wien neue Ergebnisse bezüglich An-, Auf- und Umbautätigkeiten an bestehenden Gebäuden erwarten.

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So bleibt nur zu hoffen, dass die Politik aufwacht und die richtigen Schritte unternimmt, um den Wohnungsbau in Salzburg – und ganz Österreich – wieder in Schwung zu bringen. Denn eines ist klar: Wir brauchen dringend neue Lösungen, um den Wohnraum für alle zu sichern.