In Salzburg tut sich was – und das ist nicht nur das berühmte Mozartfest, das die Stadt im Sommer zum Leben erweckt. Nein, ein ganz anderer, aber nicht minder spannender Umbruch steht vor der Tür: Die Lehre zur Pflegeassistenz. Seit zwei Jahren gibt es diese Ausbildung in der Mozartstadt, aber bisher mussten die Lehrlinge für den theoretischen Teil nach Innsbruck pendeln. Das ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch stressig! Ab Herbst 2026 wird sich das ändern, denn dann eröffnet ein eigener Berufsschul-Standort in Itzling.
Im Sommer 2026 wird die Landesberufsschule 3 in der Erzherzog-Eugen-Straße umgebaut. Fünf alte Klassenzimmer werden in zwei neue Klassenzimmer und drei moderne Praxisräume verwandelt. Diese Räume sind nicht einfach nur leerer Raum – sie simulieren echte Krankenhaus- und Pflegesituationen, sowohl zu Hause als auch im Pflegeheim. Das ist ein echter Fortschritt, denn so können die Lehrlinge direkt in die Praxis eintauchen.
Der Umbau und die Zukunft der Pflege
Die Pläne für den Umbau sind bereits in trockenen Tüchern, und man kann sich wirklich auf den Schulstart im Jahr 2026/27 freuen, wenn die ersten Lehrlinge erwartet werden. Manfred Jenni von der Bildungsdirektion hat dazu eine interessante Sichtweise: Neue Lehrberufe konzentrieren sich oft auf wenige Standorte. Aber in Salzburg ist die Nachfrage nach der Pflegelehre so hoch, dass nun ein eigenes Zentrum realisiert wird. Das ist nicht nur eine gute Nachricht für die angehenden Pflegekräfte, sondern auch ein Schritt gegen den Fachkräftemangel, wie Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) betont.
Der Schuldirektor Günther Friedrich geht sogar davon aus, dass die ersten beiden Jahrgänge 45 bis 50 Lehrlinge umfassen könnten. Das klingt vielversprechend! Und das ist nur der Anfang, denn am 20. Oktober 2025 tritt ein neues Gesetz in Kraft, das ein einheitliches Berufsprofil für die Pflegefachassistenz schafft. Die Ausbildung wird modernisiert und umfasst nun auch die generalistische Pflegefachassistenzausbildung, die die bisherigen Pflegehilfe- und Pflegeassistenzausbildungen ablöst.
Die neue Pflegeausbildung
Mit einer Ausbildungsdauer von 18 Monaten (Teilzeit bis zu 36 Monate) und Verkürzungsmöglichkeiten für jene mit beruflicher Vorerfahrung, wird die Ausbildung nun effizienter gestaltet. Für viele ist das eine echte Chance, denn eine Hauptschulabschluss ist die Voraussetzung, aber es gibt auch die Möglichkeit, ohne Schulabschluss mit einer positiven Prognose in die Pflegeausbildung aufgenommen zu werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Ausbildung umfasst Pflichteinsätze in verschiedenen Pflegebereichen – stationäre Langzeitpflege, ambulanter Langzeitpflege und stationäre Akutpflege. Das wird für die zukünftigen Pflegekräfte eine wertvolle Erfahrung sein. Und was ist mit der Vergütung? Auch hier wird sich einiges verbessern. Bisher erhielten nur etwa 50 % der Auszubildenden eine Vergütung, aber das soll sich ändern. Das Ziel ist klar: mehr Menschen für den Beruf gewinnen und die Attraktivität der Pflegeberufe steigern.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der neuen Struktur und den modernen Ausbildungsbedingungen können die Absolventen in allen Versorgungsbereichen der Pflege deutschlandweit arbeiten. Außerdem soll die Aufgabenverteilung in der Pflege effizienter gestaltet werden. Pflegefachassistenzpersonen werden zunehmend Aufgaben übernehmen, die bisher von Pflegefachpersonen durchgeführt wurden. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch notwendig, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Die Veränderungen in Salzburg könnten also der Beginn einer neuen Ära in der Pflegeausbildung sein. Das Land hat erkannt, dass qualifizierte Pflegekräfte dringend benötigt werden, und investiert in die Ausbildung der zukünftigen Generation. Ein Schritt in die richtige Richtung, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen und die Pflegeberufe auf ein neues Level zu heben. Ein gutes Gefühl für alle, die in diesem Bereich arbeiten oder arbeiten wollen!
Wer mehr über die Pflegeberufe und deren Entwicklung erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite der Arbeitsagentur.