Vielfalt feiern: Das Fest der Kulturen in Kaarst begeistert mit Farben, Klängen und Begegnungen
Das Fest der Kulturen in Kaarst – ein wahres Spektakel, das am Samstag rund um das Rathaus stattfand und die Vielfalt der 127 vertretenen Nationen feierte. Mit einem bunten Programm, das Menschen zusammenbringen sollte, war die Veranstaltung ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Halide Özkurt, die Integrationsbeauftragte der Stadt, führte durch den Tag und sorgte für einen harmonischen Ablauf.
Die Initiative „Kaarst ist bunt“ und die Stadt Kaarst haben das Fest organisiert, das auf eine über 30-jährige Tradition zurückblickt und alle zwei Jahre gefeiert wird. Bürgermeister Christian Horn-Heinemann betonte, wie wichtig diese Vielfalt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Engagierte Persönlichkeiten, wie Dagmar Andrae-Maukel von „Kaarst ist bunt“, und zahlreiche Institutionen, darunter alte Bürgermeister und Vertreter von Vereinen und Kirchen, trugen zum Gelingen des Festes bei. Es war klar, dass hier ein starkes Netzwerk von Unterstützern am Werk war, gesponsert von zahlreichen Unternehmen, die ihren Teil zur bunten Palette beigetragen haben.
Ein Fest für alle Sinne
22 Stände luden die Besucher ein, sich über kulturelle Besonderheiten zu informieren, aktiv mitzumachen oder die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen. Die Volkshochschule, „Die Insel“ und die Caritas waren ebenfalls vertreten und boten interessante Einblicke in ihre Angebote. Besonders der Stand von „Kaarster helfen“ war ein Hit für die Kleinen: Entenangeln und Spielaktionen sorgten für fröhliches Lachen und strahlende Gesichter. Auch die Stadtwerke Kaarst haben nicht gespart und eine Hüpfburg zur Verfügung gestellt – ein wahres Paradies für alle Energiebündel!
Sportliche und gesundheitliche Angebote wie ChiKung und Selbstverteidigung für Kinder erweiterten das Programm und luden zu aktiver Teilnahme ein. Vereine wie Toumai e.V. und die Initiative „Puzzle Frauen“ verwöhnten die Gäste mit ihren kulinarischen Spezialitäten. Amnesty International informierte über Menschenrechte, während der Rotary Club für die Kampagne „End Polio Now“ warb. Die musikalische Darbietung, von Gospel über Flamenco bis hin zu Irish Folk, sorgte für eine lebendige Atmosphäre, die den ganzen Platz erfüllte.
Begegnungen und Austausch
Eine der Hauptintentionen des Festes war es, interreligiöse Begegnungen zu fördern. Diese halfen, Austausch und Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen zu schaffen. Das Bühnenprogramm, das auch interkulturelle Chöre und Tanzaufführungen beinhaltete, zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig das kulturelle Erbe der teilnehmenden Nationen ist. Die Stimmung war ausgelassen, und die Menschen tanzten und sangen gemeinsam – ein Bild des harmonischen Miteinanders.
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass das nächste Fest der Kulturen bereits für den 12. Juli 2026 geplant ist. Der Rathausplatz wird erneut zum Schauplatz dieser bunten Feier, bei der Begegnungen und kulinarische Entdeckungen im Vordergrund stehen. Die Vorfreude auf Gospel, Zumba und weitere musikalische Begegnungen aus aller Welt ist bereits jetzt spürbar.
Das Engagement für ein besseres Miteinander geht weit über das Fest hinaus. Dr. Victor Labra Holzapfel, ein Projektleiter aus Chile, setzt sich dafür ein, die Sichtbarkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu erhöhen. Durch direkte Begegnungen in Gesprächscafés und Freizeitaktivitäten wird der Austausch zwischen verschiedenen Gruppen gefördert. Dies geschieht in einem langfristigen Prozess, der Vertrauen und gegenseitiges Verständnis aufbaut. Es ist klar, dass solche Feste nicht nur ein Feiern der Vielfalt sind, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten.
