Die Salzburg AG hat am 7. Mai 2026 ein bemerkenswertes Event im Rahmen des Monats der Vielfalt veranstaltet, das die Mitarbeiter:innen dazu einlud, die Welt aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Unter dem Motto „Aus anderer Sicht“ konnten rund 50 Mitarbeiter:innen selbst erleben, wie alltägliche Barrieren den Berufsalltag beeinflussen. Praktische Selbsttests, wie das Sitzen im Rollstuhl oder das Erleben einer Blindheit in einem speziellen Zelt, schärften das Bewusstsein für Inklusion und Vielfalt am Arbeitsplatz. Es war beeindruckend zu sehen, wie solche Erfahrungen nicht nur die Sichtweise erweitern, sondern auch das Verständnis füreinander fördern.

Nina Köttsdorfer, eine der Teilnehmerinnen, berichtete von den Herausforderungen, die selbst kleine Höhenunterschiede mit sich bringen können. Diese Erlebnisse animierten die Mitarbeiter:innen zu einem tieferen Nachdenken über Orientierung und Sicherheit im Arbeitsumfeld. Persönliche Gespräche und das gemeinsame Erleben halfen, Barrieren abzubauen und das Bewusstsein für die Herausforderungen anderer zu schärfen. Das Ziel der Salzburg AG ist klar: eine inklusive Arbeitswelt zu gestalten, die über bauliche Hindernisse hinausgeht und Vielfalt sowie Kooperation in den Mittelpunkt der Unternehmenskultur stellt.

Inklusion im Arbeitsleben

Ein weiterer Akteur in diesem Bereich ist die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die ebenfalls bemerkenswerte Schritte in Richtung Inklusion unternimmt. Boris Dinev, ein Trassenmanager mit Gehbehinderung, fand einen Weg, seine Fähigkeiten im Trassen- und Kapazitätsmanagement einzubringen, ohne dass seine Behinderung hinderlich war. Die ÖBB hat Inklusion strategisch verankert, inklusive eines Aktionsplans, der alle Bereiche von Recruiting bis zu Ausbildung abdeckt. Das Unternehmen sieht die gesetzliche Beschäftigungsquote von vier Prozent nicht nur als rechtliche Vorgabe, sondern als Verpflichtung, aktiv Barrieren abzubauen und mehr Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben.

Bei den ÖBB werden Maßnahmen wie ein barrierefreier Zugang zu Stellenanzeigen und Diversity-Schulungen für Personal und Führungskräfte durchgeführt. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben zu erleichtern und die Erwerbsquote zu erhöhen. So ist der Anteil der Mitarbeiter:innen mit begünstigter Behinderung bei den ÖBB aktuell bei drei Prozent, und das Unternehmen strebt eine Steigerung an. Auch B. Braun, ein weiteres Beispiel für ein Unternehmen, das Vielfalt fördert, passt seine Bewerbungsprozesse individuell an und investiert in bauliche Anpassungen. Die Sensibilisierung für Inklusion ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur, und es werden spezielle Programme für Frauen mit Behinderung angeboten.

Gesellschaftliche Verantwortung

Die Themen Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind nicht nur betriebliche Herausforderungen, sondern auch gesellschaftliche Pflicht. Erwerbsarbeit ist die primäre Quelle für finanzielle Mittel und sichert den Lebensunterhalt. Die immaterielle Bedeutung, die Arbeit für soziale Kontakte, Selbstbewusstsein und den sozialen Status hat, sollte nicht unterschätzt werden. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Menschen mit Behinderung kann zudem positive Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben. Wichtige gesetzliche Regelungen und die UN-Behindertenrechtskonvention von 2009 verpflichten die Gesellschaft, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung aktiv zu fördern.

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Doch trotz aller Fortschritte bestehen nach wie vor Herausforderungen. Die Erwerbsquote von Menschen mit Behinderung ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung nach wie vor niedrig, und viele Arbeitgeber hegen Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit. Daher ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und Unternehmen nötig, um die Teilhabechancen zu erhöhen und Barrieren abzubauen. Letztlich profitieren nicht nur die Betroffenen, sondern auch Unternehmen von einer vielfältigen Belegschaft, die Innovation und Teamzufriedenheit steigert.