Salzburgs Wohnbau-Offensive: Der Weg zu mehr Platz für alle
In den letzten Jahren hat sich in Salzburg einiges getan, insbesondere wenn es um förderbaren Wohnbau geht. Die Gemeinden Altenmarkt, Golling, Stadt Salzburg und Werfen haben gezielt Flächen ausgewiesen, um mehr Wohnraum zu schaffen. Besonders spannend ist die Situation in Werfen, wo mehr als 30 Wohnungen im ehemaligen Landesforstgarten entstehen sollen. Hierzu wurden 3.500 Quadratmeter umgewidmet – ein Schritt, der bereits im kommenden Herbst in die Tat umgesetzt werden soll. Bürgermeister Hubert Stock hat die Pläne konkretisiert und lässt keinen Zweifel daran, dass diese Maßnahmen dringend notwendig sind.
Landesrat Martin Zauner bezeichnet die neue Widmungskategorie als einen einfachen Weg, um leistbares Wohnen zu fördern. Diese Pflicht auf den Grundstücken sorgt dafür, dass tatsächlich Wohnraum für die Bevölkerung entsteht. Ab 1. Januar 2024 wird zudem ein Infrastruktur-Bereitstellungsbeitrag (IBB) auf unbebaute, gewidmete Baulandgrundstücke erhoben. Ziel dieser Maßnahme ist es, ungenutztes Bauland zu mobilisieren und den Leerstand zu reduzieren. Die Gemeinden sind für die Erhebung des Beitrags zuständig, wobei Ausnahmen für Eigenbedarf und nicht bebaubare Flächen gelten. Ein Schritt, der nicht nur notwendig ist, sondern auch zeigt, dass die Politik hier an einem Strang zieht.
Ein Blick auf die Baulandreserven
Die Zahlen sprechen für sich: In Salzburg gibt es zum 31. Dezember 2025 rund 1.335 Hektar Baulandreserven. Das entspricht in etwa der Größe des Wolfgangsees! Auf diesen Flächen könnten theoretisch 18.800 Einfamilienhäuser oder sogar rund 71.500 Wohnungen errichtet werden. Aufgeschlüsselt nach Bezirken sieht das folgendermaßen aus: Flachgau führt mit 433,8 Hektar, gefolgt von Pinzgau (318,1 Hektar) und Pongau (255,1 Hektar). Die Stadt Salzburg selbst bringt es auf 51,9 Hektar. Hier ist also einiges an Potenzial vorhanden, das nur darauf wartet, genutzt zu werden.
Die Gemeinde Unternberg hat sogar ein neues räumliches Entwicklungskonzept (REK) für 25 Jahre beschlossen. Mit 600 Arbeitsplätzen, die hauptsächlich in der Holzindustrie und den Life Sciences angesiedelt sind, ist Unternberg eine aufstrebende Gemeinde. Aktuell sind 3,8 Hektar Wohnbauland sowie 4,24 Hektar Betriebsbauland reserviert – und das ist erst der Anfang. Ein weiteres Plus: Das REK sieht zusätzlich 6,75 Hektar für Wohnen und 15,4 Hektar für Betriebsbauland vor.
Maßnahmen für leistbaren Wohnraum
Im Vorfeld der Weihnachtszeit 2023 wurde ein Wohnbaupaket verabschiedet, das zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung des Wohnbaus beinhaltet. Unter anderem wird die unbefristete Verlängerung der erhöhten Fördersätze im geförderten Mietwohnbau angestrebt. Auch die Einkommensgrenzen in der Kaufförderung werden um 20% angehoben – eine gute Nachricht für viele, die sich auf dem Wohnungsmarkt umsehen. Zudem sind die Kaufpreisgrenzen im Visier der Verantwortlichen. Hier wird klar, dass die Regierung die Sorgen der Bevölkerung ernst nimmt und aktiv gegensteuert.
Und während wir uns hier in Salzburg auf die Entwicklungen im Wohnbau konzentrieren, werfen wir einen Blick über den Tellerrand – nach Berlin. Dort fokussiert sich eine Veranstaltung namens TECH IN CONSTRUCTION auf innovative Bauprojekte von Start-ups. Dabei kommen Technologien wie 3D-Drucker zum Einsatz, die mit Lehm und Holz arbeiten, oder Sensoren, die Baustellengeräusche analysieren. Diese neuen Ansätze könnten auch für Salzburg von Interesse sein, wenn es darum geht, effizientere und umweltfreundlichere Bauweisen zu fördern.
Es bleibt spannend, was die kommenden Monate bringen werden. Die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt sind groß, doch die Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden, könnten den entscheidenden Unterschied machen. Wer weiß, vielleicht werden wir bald in einer lebendigen, blühenden Stadt wohnen, in der jeder ein Dach über dem Kopf findet.
