In den letzten Wochen war in Salzburg ordentlich was los! Rund 400 Schülerinnen und Schüler aus Volksschulen, Mittelschulen, Gymnasien und berufsbildenden Schulen haben an Workshops teilgenommen, die allesamt zum Ziel hatten, die Jugendlichen fit für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu machen. Der Schulschluss wurde dabei zum Anlass genommen, um auf wichtige Themen wie Medienkompetenz, den Schutz vor Cybergrooming, Anti-Mobbing- und Gewaltprävention sowie Selbstbehauptung einzugehen. Es ist eine wirklich tolle Initiative, die darauf abzielt, Kinder und Jugendliche frühzeitig zu stärken, bevor Probleme überhaupt entstehen können.

Die Workshops wurden von Isabel Bojanovsky vom „Team Vielfalt“ geleitet. Sie hat betont, dass lebensnahe Prävention am effektivsten ist – und das kann ich nur unterstützen! Zusammen mit erfahrenen Fachorganisationen wurden 20 Workshops durchgeführt. Sara Wichelhaus von „Saferinternet.at“ hat dabei besonders für den sicheren Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert und auf die Gefahren von Cybermobbing und Cybergrooming hingewiesen. Nicole Haberacker von Wing Tsun hat mit den Volksschulkindern gearbeitet, um Mobbing-Strukturen zu bekämpfen, während Marko Šulejić von „ARTMA“ Selbstbehauptungsworkshops durchgeführt hat, um das Selbstvertrauen der Teilnehmer zu stärken und deeskalierendes Verhalten zu fördern.

Eltern unterstützen – ein ganzheitlicher Ansatz

Die Stadt Salzburg zusammen mit den Kinderfreunden Salzburg hat auch an die Eltern gedacht! Mit dem Elternschutzschirm bieten sie Unterstützung für Erziehungsberechtigte an. Es gibt eine kostenlose Webinar-Reihe, die sich mit Themen wie Cybermobbing, Cybergrooming, Medienkompetenz und dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien beschäftigt. Hier erhalten Eltern praxisnahe Informationen und Handlungsmöglichkeiten, um ihre Kinder sicher durch das digitale Dickicht zu begleiten. Stadträtin Andrea Brandner hat es treffend formuliert: „Prävention ist eine Investition in die Zukunft der Kinder.“ Genau so ist es!

Ein besonders wichtiges Thema, das in den Workshops behandelt wurde, ist Cybergrooming. Dabei sprechen Erwachsene gezielt Kinder und Jugendliche über das Internet an, um sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen. Das klingt schrecklich, und ehrlich gesagt, es betrifft statistisch mehrere Kinder in jeder Schulklasse. Die Täter nutzen Plattformen wie soziale Medien, Online- und Gaming-Plattformen, um Kontakt aufzunehmen. Schüler*innen lernen in speziellen Unterrichtseinheiten, Warnzeichen zu erkennen und zu verstehen, dass Cybergrooming eine Straftat ist. Die Lernziele beinhalten, die Gefahren durch Netzwerke und Plattformen einschätzen zu können. Materialien wie Videos von ZDFtivi und dem Bundeskriminalamt werden eingesetzt, um das Thema anschaulich und verständlich zu machen.

Gemeinsam stark gegen digitale Gefahren

Ein offenes Gespräch über diese Themen ist von großer Bedeutung. Schulen sollten ein sicheres Lernumfeld schaffen und Kinder im Umgang mit digitalen Bedrohungen schulen. Dazu gehört auch, dass Eltern aktiv in die Prävention einbezogen werden, etwa durch Elternabende. Wenn es um den Schutz von Kindern geht, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern unerlässlich. Handlungspläne für Verdachtsmomente sind ebenfalls wichtig, um schnell und effektiv reagieren zu können. Wenn ein Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht, müssen verschiedene Schritte unternommen werden: das Verhalten des Kindes beobachten, ein vertrauensvolles Gespräch führen und die Schulleitung informieren. Es ist nicht einfach, aber es ist notwendig.

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In einer Welt, die zunehmend digitalisiert wird, ist es essenziell, dass Kinder über Datenschutz, Anonymität und Vertrauenspersonen informiert werden. Die genannten Workshops sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Kinder stark zu machen und sie auf die Herausforderungen des digitalen Lebens vorzubereiten. Es gibt noch viel zu tun, aber mit einem systematischen Ansatz zur Medienkompetenz und einer modernen Sexualpädagogik sind wir auf dem richtigen Weg. Die Unterstützung durch Lehrkräfte, Eltern und externe Organisationen ist entscheidend, um Kinder vor digitalen Gefahren zu schützen und ihnen ein sicheres Aufwachsen zu ermöglichen.