Heute ist der 5. Juni 2026 und in Salzburg hat sich etwas ganz Besonderes ereignet. Am 2. Juni war der Auftakt zu einer Stadtführung der besonderen Art, bei der nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die Herzen der Teilnehmer erobert wurden. Unter dem Titel „Salzburg anders fühlen“ haben die beiden Tourguides Sabine Thaler und Michael Sebald, beide mit Down-Syndrom, ihre Stadt auf eine Art präsentiert, die viele als neu und erfrischend empfanden.
Die Führung begann am wunderschönen Schloss Mirabell und führte durch den Zwergelgarten. In etwa 1,5 Stunden entführten Sabine und Michael die 28 Teilnehmer in die Geheimnisse und Geschichten Salzburgs. Das Besondere daran? Es waren nicht nur Studierende oder eingefleischte Salzburg-Enthusiast:innen anwesend, sondern auch Freunde und Bekannte der beiden Guides. Und das Feedback war durchweg positiv! Viele waren überrascht von den neuen Informationen, die sie über die Stadt erfuhren. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Pegasus-Brunnen früher am Makartplatz stand? Solche Anekdoten machen die Stadtführung lebendig.
Ein Projekt mit Herz und Humor
Brigitte Sebald, eine zertifizierte Stadtführerin, unterstützte Sabine und Michael und half dabei, die Führung zu einem vollen Erfolg zu machen. Charmant und mit viel Humor, wie es sich für echte Salzburger gehört, führten sie durch die malerischen Gärten und erzählten dabei von den „Köpfen in der Mauer“ im Mirabellgarten. Die beiden Guides zeigten, dass sie nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Leidenschaft für die Stadt in jeder Anekdote spürbar machten.
Das Projekt selbst wurde von Peter Ebner, dem Behindertenbeauftragten von Salzburg, ins Leben gerufen. Ziel war es, Menschen mit Behinderungen eine Plattform zu bieten, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, und die Leitung von Touren selbst in die Hand zu nehmen. Was für eine großartige Initiative! Da bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Art der Führung weiter etabliert. Es gibt noch Verbesserungsbedarf in der Infrastruktur, um die Barrierefreiheit zu erhöhen, aber der Anfang ist gemacht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Zukunft sieht vielversprechend aus. Abhängig von der Nachfrage und der Bereitschaft der Tourguides ist eine Professionalisierung und Wiederholung der Führungen denkbar. Schon jetzt sind weitere inklusive Führungen wie „Salzburg anders sehen“, „Salzburg anders rollen“ und „Salzburg anders hören“ in Planung. Ich kann mir vorstellen, dass diese Veranstaltungen nicht nur den Teilnehmern, sondern auch den Guides selbst eine riesen Freude bereiten werden.
So wird Salzburg mehr und mehr zu einer Stadt, die nicht nur für ihre historischen Gebäude bekannt ist, sondern auch für ihre Offenheit und Inklusion. Und das ist doch ein Grund zum Feiern! Wenn das nicht nach mehr klingt, dann weiß ich auch nicht. Auf die nächste Tour! Und vielleicht sieht man sich ja bei einer der kommenden Führungen wieder – ich bin mir sicher, man wird überrascht sein, was die Stadt zu bieten hat.
