Mensch sein: Ein Chorkonzert der Verbundenheit und Hoffnung in Tamsweg
Am 28. Juni 2026, einem lauen Sommerabend, war die Pfarrkirche Tamsweg ein Ort des Miteinanders und der Emotionen. Unter dem Titel „Mensch sein“ versammelten sich zahlreiche Besucher, um ein Chorkonzert zu erleben, das die Herzen berührte. Um 18:00 Uhr ging es los – und die Stimmung war gleich zu Beginn elektrisierend. Schülerinnen und Schüler der Volksschulen Mariapfarr und Weißpriach, des Bundesgymnasiums Tamsweg, sowie Mitglieder der Lungauer Liedertafel Tamsweg und des Ensembles Stimmig gaben ihr Bestes, unterstützt von talentierten Musikern wie Karl Leitner am Klavier und Isabella Pagitsch an der Querflöte. Da waren auch Moritz Kößlbacher und Johannes Maier, die mit ihrem Schlagwerk für den richtigen Rhythmus sorgten.
Die Gesamtleitung hatte die engagierte Ingrid Seifter inne, die es verstand, die verschiedenen Stimmen und Talente zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen. Das Programm war abwechslungsreich, mit Liedern, die Themen wie Gemeinschaft, Zusammenhalt und Hoffnung in den Vordergrund stellten. Diese Botschaften fanden nicht nur Gehör, sondern hallten auch in den Herzen der Zuhörer nach. Es war ein Fest des Menschseins – eine Einladung, über Verletzlichkeit und die Kraft der Gemeinschaft nachzudenken.
Ein kulinarisches Ausklingen
Nach dem Konzert fand am Kirchplatz ein kulinarisches Ausklingen statt. Hier konnten die Besucher nicht nur die Klänge des Abends nachklingen lassen, sondern auch den Austausch untereinander pflegen. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz – es gab zahlreiche Köstlichkeiten, die für eine gesellige Atmosphäre sorgten.
Der Erlös aus den freiwilligen Spenden, die beim Eintritt gesammelt wurden, ging an den Verein „einfach geben – Hilfe für Menschen im Lungau in Not“. So wurde das Chorkonzert nicht nur zu einem kulturellen Höhepunkt, sondern auch zu einem Zeichen der Solidarität in der Region. Die Menschen kamen zusammen, um zu singen, zu feiern und gleichzeitig etwas Gutes zu tun. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig solche Veranstaltungen für die Gemeinschaft sind.
Chorgesang – eine lange Tradition
Wusstest du, dass Chorgesang eine lange Tradition hat? Ursprünglich im 16. und 17. Jahrhundert als Madrigal entstanden, spielte der Chorgesang schon immer eine zentrale Rolle in liturgischen Feiern. Auch heute noch, trotz technischer Musikverbreitung, erfreuen sich Chöre großer Beliebtheit. Sie fördern nicht nur soziale Integration, sondern auch die regionale Identität. Das aktive Singen im Chor bringt Menschen zusammen, unabhängig von ihrem Hintergrund oder ihren finanziellen Mitteln.
In einer vielfältigen Gesellschaft wie unserer ist es besonders wichtig, solche Gemeinschaftsprojekte zu fördern. Programme wie „Musik für alle!“ sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen Musik entdecken können. So wird nicht nur die künstlerische Bildung gestärkt, sondern auch die emotionale und soziale Entwicklung gefördert. Darüber hinaus ist gemeinsames Singen eine wunderbare Möglichkeit, sprachliche Fähigkeiten zu verbessern und soziale Bindungen zu stärken. Studien haben sogar gezeigt, dass Singen im Chor das Gehirn stärkt und die emotionale Ausdrucksfähigkeit fördert. Wer könnte da widerstehen?
Das Konzert „Mensch sein“ in Tamsweg war also weit mehr als nur eine musikalische Veranstaltung. Es war ein Beweis dafür, wie Musik Menschen verbinden kann und wie wichtig es ist, solche kulturellen Anlässe zu pflegen. Vielleicht dürfen wir uns schon bald auf ein weiteres Konzert freuen, das uns wieder zum Nachdenken und Fühlen anregt und uns die Kraft der Gemeinschaft spüren lässt.
