Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, wird die Pfarrkirche Tamsweg zum Schauplatz eines ganz besonderen Ereignisses – dem Chorkonzert „Mensch Sein“. Um 18:00 Uhr ertönen dort nicht nur Klänge, sondern auch Gefühle, die uns alle zum Innehalten anregen sollen. In einer Welt, die sich oft wie ein Wirbelwind anfühlt, wollen die Mitwirkenden einen Raum schaffen, der zum Nachdenken einlädt. Was bedeutet es eigentlich, Mensch zu sein? Fühlen, Lieben, Zweifeln, Scheitern und Wiederaufstehen – all diese Themen werden musikalisch verarbeitet und laden ein, über unsere Verletzlichkeit und die Kraft von Gemeinschaft nachzudenken.

Die Schüler:innen der Volksschule Mariapfarr und Weißpriach, das BG Tamsweg, die Lungauer Liedertafel Tamsweg, das Ensemble Stimmig sowie die talentierten Schüler:innen des Musikums Tamsweg bringen ihre Stimmen zusammen. Unter der Gesamtleitung von Ingrid Seifter und der Klavierbegleitung von Karl Leitner wird ein Abend voller Klang, Gefühl und Gemeinschaft versprochen. Und das Beste daran? Der Eintritt erfolgt auf freiwilliger Basis, und die gesammelten Spenden unterstützen den Verein „einfach geben – Hilfe für Menschen im Lungau in Not“. Ein schöner Gedanke, der das Herz erwärmt und zeigt, wie Musik Brücken bauen kann.

Ein Abend der Begegnung

Die Mitwirkenden freuen sich schon jetzt auf zahlreiche Besucher:innen. Jeder ist eingeladen, Teil dieses musikalischen Abenteuers zu werden. Ein Konzert wie dieses ist mehr als nur eine Darbietung – es ist eine Einladung zur Gemeinschaft. Musik hat die wunderbare Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, ganz gleich, woher sie kommen oder was sie tun. In den Stimmen der jungen Sänger:innen wird man die Hoffnung spüren, die Freude und auch die Traurigkeit – ein echtes Miteinander, das uns alle berührt.

Chorgesang hat in der Geschichte der Menschheit eine lange Tradition. Ursprünglich als Madrigal im 16. und 17. Jahrhundert im profanen Raum entstanden, hat der Chorgesang seit der liturgischen Reform des Papstes Gregor des Großen eine zentrale Rolle in liturgischen Feiern. Durch flämische Komponisten wurde diese Kunstform über Italien nach Europa getragen und entwickelte sich weiter. Im 20. Jahrhundert erlebte die Vokalmusik eine Renaissance, besonders in der Jugendmusikbewegung. Chöre sind heute nicht nur ein Ort des Gesangs, sondern auch ein Raum, der Gemeinschaft und Zusammenarbeit fördert.

Musik als Lebenselixier

Die Salzburger Singwochen sind ein Beispiel für zeitgemäße Liedarbeit, die Tradition mit Erneuerung verbindet. Chöre sind offen für alle Menschen, unabhängig von Beruf, Herkunft oder Weltanschauung. Sie fördern nicht nur soziale Integration, sondern tragen auch zur regionalen Identität und zum Heimatbewusstsein bei. Aktives Singen ist heutzutage weit verbreitet, trotz der technischen Möglichkeiten zur Musikverbreitung. So bereichern Chöre sakrale und profane Feste und kulturelle Anlässe und schaffen eine Atmosphäre, die einfach lebenswert ist.

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Lasst uns also am 28. Juni in die Pfarrkirche Tamsweg kommen, um gemeinsam zu fühlen, zu hören und zu erleben, was es bedeutet, Mensch zu sein. Ein Abend voller Musik, der uns alle in seinen Bann ziehen wird. Die Stimmen der Jugendlichen werden uns daran erinnern, dass wir alle Teil einer großen Gemeinschaft sind – und dass wir, egal wie oft wir scheitern, immer wieder aufstehen können.