Heute ist der 22.05.2026 und die Vorfreude auf die Salzburger Festspiele 2026 ist bereits jetzt spürbar. Was für ein Highlight! Maria Kalesnikava, die mutige belarussische Flötistin und Kulturmanagerin, wird die Festrede zur Eröffnung halten. Ein ganz besonderes Ereignis, das am 26. Juli um 11:00 Uhr in der Felsenreitschule stattfinden wird. Ein Ort, der für seine beeindruckende Akustik bekannt ist und die Zuhörer gleichsam verzaubert. Da gerät man ins Schwärmen!
Karin Bergmann, die Interimsintendantin der Salzburger Festspiele, hebt hervor, wie wichtig Kunst in schwierigen Zeiten ist – und das kann man nur unterstützen. Kalesnikava, die mit 44 Jahren schon viel erlebt hat, hat während ihrer Zeit in Belarus für Freiheit und Menschenrechte gekämpft. Ihre Stimme zählt, besonders nachdem sie für ihr Engagement gegen das Regime von Alexander Lukaschenko fünf Jahre im Gefängnis saß. Was für ein unvorstellbares Schicksal! Nach ihrer Freilassung lebt sie nun in Deutschland, doch der Geist ihrer Heimat bleibt stets lebendig in ihrer Kunst.
Ein Zeichen der Zuversicht
Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler hat auch ihren Senf dazugegeben: Kalesnikava vermittelt Mut und Zuversicht – genau das, was wir alle brauchen! Diese Wahl ist ein starkes Zeichen, das weit über die Grenzen von Salzburg hinausstrahlt. Kalesnikavas Engagement spiegelt sich in ihrer Arbeit wider, die zeitgenössische Musik mit kultureller Identität und gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Sie ist nicht nur eine Künstlerin, sondern auch eine Botschafterin des Wandels.
Während des Festakts wird Vitali Alekseenok, ein Musikerkollege aus Belarus, das musikalische Programm gemeinsam mit dem Mozarteumorchester leiten. Die Zuhörer dürfen sich auf Stücke von Lili Boulanger freuen, die während des Ersten Weltkriegs einen Briefclub gründete. Ein Programm, das sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart miteinander verbindet und zum Nachdenken anregt.
Künstlerische Exzellenz und zivilen Mut
Maria Kalesnikava ist nicht nur eine talentierte Flötistin, sie hat auch zwei Masterabschlüsse in Alter und Neuer Musik. Zudem ist sie Mitgründerin der InterAKT Initiative und Künstlerische Leiterin des Kulturhubs OK16 in Minsk. Ihre Projekte in Kultur, Bildung und sozialer Innovation sind international anerkannt. Nach ihrer Inhaftierung 2021 wurde sie mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet. Ein Preis, der für Verdienste um die europäische Einigung und den Frieden verliehen wird. Was für eine Ehre!
Ihre Geschichte ist nicht nur eine von künstlerischer Exzellenz, sondern auch von zivilen Mut. In einer Zeit, in der viele Menschen in der Welt für ihre Überzeugungen kämpfen müssen, ist sie ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Kunst und Engagement Hand in Hand gehen können. Ein kraftvolles Signal an alle, dass Kunst nicht nur Unterhaltung ist, sondern auch Veränderung bewirken kann.
Und so stehen wir alle in der Vorfreude auf diesen besonderen Tag in Salzburg, auf den 26. Juli, auf Maria Kalesnikava und ihre Festrede, die uns mit Sicherheit inspirieren und berühren wird. Es wird mehr als nur ein Festakt – es wird ein Moment des Innehaltens, des Verbindens und des Feierns der Menschlichkeit durch die Kunst. Das kann nur gut werden!
