Im ersten Halbjahr 2026 ist die Lage am Arbeitsmarkt im Salzburger Zentralraum, also in der Stadt Salzburg und den umliegenden Regionen Flachgau und Tennengau, alles andere als rosig. Über 9.000 Menschen haben hier ihren Job verloren. Das ist ein ganz schöner Brocken! Und während die Arbeitslosigkeit bei Männern stagniert, sieht die Realität für Frauen und ältere Arbeitnehmer ganz anders aus. Bei Frauen ist die Arbeitslosenquote um 7,5 Prozent gestiegen, während die von Menschen über 50 Jahre um 5,6 Prozent zugenommen hat. Das ist echt alarmierend.

Besonders betroffen sind viele Frauen, die oft im Handel und in der Gastronomie tätig sind – Branchen, die momentan unter einer gedämpften Konsumstimmung leiden. Es wird oft hinterfragt, ob Frauen flexibel genug sind, wegen Themen wie Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Diese Vorurteile schränken den Bewerber:innenkreis stark ein, besonders gegenüber Frauen, älteren Menschen und Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Das ist bedenklich, denn fast ein Drittel der Arbeitslosen im Zentralraum sind über 50 Jahre alt, und bei den 60- bis 64-Jährigen finden nur 31 Prozent innerhalb von drei Monaten einen neuen Job, während es bei den 20- bis 24-Jährigen immerhin 69 Prozent sind. Das lässt aufhorchen!

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, wie unterschiedlich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verteilt sind. Absolventen einer berufsbildenden mittleren Schule (BMS) haben die niedrigste Arbeitslosenquote von nur 2,9 Prozent. Dagegen liegt die Quote für Arbeitnehmer mit maximaler Pflichtschule bei 11,2 Prozent – das ist ein riesiger Unterschied! Die Arbeitslosenquote nach Ausbildungsniveau ist ebenfalls aufschlussreich: Berufsschulabsolventen haben es am besten, während das Bild für AHS-Absolventen mit 5,3 Prozent bereits weniger erfreulich aussieht.

Insgesamt finden rund 70 Prozent der Vorgemerkten innerhalb von 90 Tagen einen neuen Job, und 82 Prozent der beim AMS gemeldeten Stellen werden innerhalb von drei Monaten besetzt. Aber das neue Doppelbudget der Bundesregierung sorgt für Unsicherheit. Vor allem der Wegfall von Beitragsvergünstigungen für ältere Arbeitnehmer und Kürzungen bei Eingliederungsbeihilfen werfen Schatten auf die Zukunft. AMS-Chefin Julia Kröll bleibt zu den konkreten Auswirkungen auf Salzburg eher zurückhaltend. Das lässt einen schon etwas skeptisch zurück.

Die Herausforderungen für Frauen und ältere Arbeitnehmer

Die Herausforderungen sind also enorm. Es ist nicht nur eine Frage der wirtschaftlichen Lage, sondern auch eine gesellschaftliche. Die veralteten Vorstellungen von Flexibilität, die oft Frauen und ältere Arbeitnehmer treffen, müssen überdacht werden. Es ist höchste Zeit, eine Kultur zu schaffen, die Vielfalt und Inklusion fördert, statt sie zu behindern. Denn letztlich ist es eine Win-win-Situation für alle, wenn man die Talente und Erfahrungen der älteren Generation und der Frauen besser nutzt.

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Wie sieht es also mit der Zukunft aus? Ein Umdenken ist notwendig, um die Chancen für alle Bewerber:innen zu verbessern. In Salzburg, wo die Arbeitslosenquote derzeit bei 4,7 Prozent liegt, können diese Herausforderungen nicht ignoriert werden. Die Stadt und ihre Region stehen vor der Aufgabe, eine positive Veränderung herbeizuführen, die nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes stärkt.