Heute ist der 22.04.2026, und in Salzburg zeigt sich ein klarer Trend unter den jüngeren Österreichern: Der Wunsch nach einem eigenen Zuhause, sei es ein Haus oder eine Eigentumswohnung, wächst stetig. Eine Online-Befragung der Fachhochschule Wien der WKW hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der 988 Befragten in der Altersgruppe von 25 bis 40 Jahren häufig mit finanziellen Sorgen zu kämpfen hat. Dabei haben 69 Prozent der Teilnehmer bis zu 1.000 Euro frei verfügbares Einkommen, während 15 Prozent sogar weniger zur Verfügung haben.
Die Sehnsucht nach Eigenheimen ist stark ausgeprägt, denn 55 Prozent der Befragten planen, ihre Wohnsituation in den nächsten Jahren zu verändern, wobei knapp zwei Drittel ins Eigentum wechseln möchten. Gründe hierfür sind vor allem die Unabhängigkeit und der Wunsch, im Alter keine Miete zahlen zu müssen. Doch die Realität sieht anders aus: Aktuelle Marktdaten zeigen, dass es für diese Altersgruppe zunehmend schwieriger wird, eine eigene Wohnimmobilie zu erwerben.
Herausforderungen und Lösungen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 lebten nur 30 Prozent der 25- bis 39-Jährigen in eigenen vier Wänden, ein Rückgang gegenüber 34 Prozent im Jahr 2021. Der Schuldendienst und strenge Kreditvergaberegeln, die durch die KIM-Verordnung festgelegt wurden, haben die Finanzierungsmöglichkeiten erheblich erschwert. Obwohl diese Verordnung mittlerweile ausgelaufen ist, prüft die FMA weiterhin die Kreditvergabepraktiken der Banken.
Hans-Christian Vallant rät dazu, frühzeitig ein finanzielles Polster aufzubauen, um die Finanzierung eines Wohneigentums zu erleichtern. Bausparen wird als eine sinnvolle Option hervorgehoben; im Schnitt sparen 25- bis 40-Jährige mit einem Bausparvertrag etwa 7.386 Euro an. Nach sechs Jahren beträgt der Darlehensanspruch rund 500.000 Euro bei einer Laufzeit von 35 Jahren. Wohneigentum wird im Verhältnis zu den Einkommen zwar etwas erschwinglicher, jedoch ist mit einer weiteren Verbesserung der Leistbarkeit nicht zu rechnen.
Die finanzielle Belastung von Mietern
Ein Blick auf die aktuellen Mietpreise zeigt, dass Haushalte in eigenen Wohnungen im Durchschnitt 568 Euro pro Monat zahlen, während Mieterhaushalte mit etwa 887 Euro rechnen müssen. Besonders pensionierte Mieter haben mit einer um 74 Prozent höheren Wohnkostenbelastung zu kämpfen. Hier wird deutlich, dass Eigentumsbildung nicht nur eine Frage des Wohlstands, sondern auch eine Maßnahme gegen Altersarmut und zur Vermögensbildung ist.
Die jüngere Generation ist mit der Annahme aufgewachsen, dass Sparen wenig bringt und Kredite günstig sind. Zwei Zinsanhebungen der EZB werden für dieses Jahr prognostiziert, was die Situation nicht einfacher macht. Dennoch: Nach sieben Jahren haben Käufer im Durchschnitt einen Vorteil gegenüber Mietern, die ihr Erspartes in Aktien investieren. Über 30 Jahre hinweg übersteigt das Immobilienvermögen der Eigentümer das Aktienvermögen der Mieter um erstaunliche 365.000 Euro.
Die Frage bleibt, wie sich die Situation in den kommenden Jahren entwickeln wird. Der Kaufpreis für Wohnraum stieg 2025 um 1 Prozent, mit einer ähnlichen Prognose für 2026 und 2027. Die Herausforderungen sind groß, doch die Träume vom Eigenheim bleiben lebendig.