Am 23. April 2026 haben die Bauarbeiten am Mozartplatz in Salzburg begonnen und die ersten Tage brachten bereits spannende Entdeckungen ans Licht. Bei den Grabungen wurde eine Mauer sowie ein Ziegelfußboden aus dem Spätmittelalter freigelegt. Diese Funde sind nicht nur archäologisch, sondern auch geschichtlich von großem Interesse. Archäologen haben die Fundstelle gesichert und untersuchen den Aushub mit Metalldetektoren, um weitere wertvolle Artefakte zu entdecken.
Besonders bemerkenswert sind die zahlreichen Kupfermünzen, die aus der römischen Antike stammen. Diese Münzen werden restauriert und analysiert, was die Vorfreude auf zukünftige Funde noch steigert. Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl hat sich positiv zu den Entdeckungen geäußert und betont, dass der Bauablauf trotz der archäologischen Funde planmäßig vorangeht. Die ersten Bauarbeiten sollen bis Juli 2026 abgeschlossen sein, bevor es nach einer Sommerpause im September weitergeht. Im November 2026 soll der erste Bauabschnitt vollendet sein.
Grünraum und Autofreiheit
Ein zentrales Ziel der Umgestaltung des Mozartplatzes ist die vollständige Entsiegelung und die Schaffung einer autofreien Zone bis 2028. Die Stadt Salzburg reagiert somit auf den Wunsch der Bevölkerung nach mehr Begrünung. Bei einem Lokalaugenschein war auch Melanie Ebner von Greenpeace anwesend, die die Initiative „Österreichs 9 Betonschätze – Raus aus Grau!“ unterstützte. Diese Initiative, die 2025 ins Leben gerufen wurde, hat das Ziel, mehr Grünflächen in die städtische Umgebung zu integrieren.
Die Neugestaltung des Platzes stößt auf breite Zustimmung bei Anwohnern und Geschäftsleuten. Die Stadt hat bereits Informationsabende für die Anrainer abgehalten, die gut besucht waren. Trotz anfänglicher gemischter Meinungen zeigt eine Umfrage vor Baustart, dass die Mehrheit der Bevölkerung für mehr Grün und Sitzgelegenheiten ist. Historische Aufnahmen aus den 1960er Jahren, die den Mozartplatz mit parkenden Autos zeigen, verdeutlichen den Wandel hin zu einer lebenswerten, autofreien Zone.
Schutz der Geschichte
Doch nicht nur die Neugestaltung, auch der Schutz des historischen Charakters der Altstadt liegt den Verantwortlichen am Herzen. Historiker haben bereits betont, dass die unterirdischen Mosaikböden aus der Zeit des römischen Iuvavum besonders schützenswert sind. Daher werden Bäume in der Nähe der Mozartstatue höher positioniert, um den Eingriff in den Boden zu minimieren und die wertvolle historische Substanz zu wahren.
Die kommenden Bauabschnitte sehen auch weitere Umgestaltungen vor: Es ist eine Verbindung Richtung Rudolfskai sowie eine Anbindung zur Kaigasse geplant. Insgesamt soll dieses große Projekt planmäßig bis 2028 abgeschlossen werden. Die Stadt zeigt sich optimistisch und ist bestrebt, die historischen Funde und die Neugestaltung des Platzes in Einklang zu bringen.
Für weitere Informationen zu den Bauarbeiten und den historischen Funden am Mozartplatz besuchen Sie bitte diese Seite.