Der EUREGIO Girls’ Day hat in diesem Jahr erneut eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig praxisnahe Erfahrungen für junge Frauen in der Berufswelt sind. Über 1.200 Mädchen und junge Frauen nahmen an der Veranstaltung teil, die in 230 Betrieben in Salzburg, Berchtesgadener Land und Traunstein stattfand. Das Ziel des Events war klar: Den Teilnehmerinnen praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu bieten, insbesondere in den Bereichen Technik, IT, Handwerk und Industrie. Dabei konnten die Teilnehmerinnen aktiv programmieren, schweißen, konstruieren und forschen – ein spannender erster Kontakt mit diesen Branchen für viele.
Politische Vertreterinnen, darunter Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ), hoben die Bedeutung des EUREGIO Girls’ Day hervor. Svazek betonte, dass dieses Format einen Raum für direktes Erleben schafft und im Kontext des Fachkräftemangels von großer Wichtigkeit ist. Auch Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) stellte die Rolle des Girls’ Day für die Gleichstellung der Geschlechter heraus. Sie wies darauf hin, dass zwar Frauen häufiger Hochschulabschlüsse besitzen, jedoch weniger Führungspositionen einnehmen.
Vielfältige Betriebe und neue Perspektiven
Die Breite der teilnehmenden Betriebe, darunter namhafte Unternehmen wie ORF Salzburg, Siemens, Sony, DADC, Palfinger, ÖBB und SPAR, zeigt das Engagement der Wirtschaft, frühzeitig mit potenziellen Fachkräften in Kontakt zu treten. Projektkoordinatorin Manuela Pleninger von akzente Salzburg sieht den Mehrwert des Girls’ Day über die Berufsorientierung hinaus. Die Veranstaltung schafft entscheidende Berührungspunkte in technischen und handwerklichen Berufen und eröffnet den jungen Frauen neue Perspektiven.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des EUREGIO Girls’ Day ist das Projekt „Neugierig ins Leben“, an dem rund 600 Kindergartenkinder aus 24 Einrichtungen teilnahmen. Diese Kinder hatten die Möglichkeit, in 40 Betrieben erste Eindrücke zu sammeln und sich für die Zukunft zu begeistern. Die Veranstaltung verdeutlicht die Bedeutung praxisnaher Formate, um junge Menschen frühzeitig für verschiedene Karrierewege zu interessieren und so langfristig dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Fachkräftemangel und Gleichstellung
Der EUREGIO Girls’ Day ist nicht nur ein Event, sondern ein Schritt in die richtige Richtung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Veranstaltung trägt dazu bei, dass mehr Frauen in technische und handwerkliche Berufe einsteigen und dort auch Führungspositionen anstreben. In einer Zeit, in der die Wirtschaft händeringend nach Fachkräften sucht, ist es essenziell, bereits in der frühen Berufsorientierung für Chancengleichheit zu sorgen. Die Begeisterung, die beim Girls’ Day spürbar war, könnte der Schlüssel für eine neue Generation von Frauen in Führungspositionen sein.
Insgesamt zeigt der EUREGIO Girls’ Day eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Mädchen und junge Frauen für technische Berufe zu begeistern und ihnen die Möglichkeiten aufzuzeigen, die ihnen offenstehen. Diese Art der frühzeitigen Begeisterung und Orientierung ist entscheidend, um die Weichen für eine vielfältigere und gleichberechtigtere Arbeitswelt zu stellen.