Heute ist der 29. Mai 2026, und die Vorzeichen für dieses Wochenende sind alles andere als rosig. In Tirol, genauer gesagt am Brenner, steht eine große Demonstration an, die für eine komplette Sperrung der Brennerautobahn (A13) sorgt. Am Samstag, den 30. Mai, wird die Autobahn zwischen 11 und 19 Uhr in beide Richtungen dicht gemacht. Und das hat gewaltige Auswirkungen auf den Verkehr in Salzburg, vor allem durch die Urlauber, die aus Deutschland anreisen und es sich nicht nehmen lassen, die Pfingstferien auszukosten.

Die Abfahrtssperren auf der Tauernautobahn (A10) zwischen Puch-Urstein und Zederhaus sollen den Ausweichverkehr minimieren, aber das wird wohl kaum ausreichen. Durchreisende müssen auf der A10 bleiben, und das Verlassen der Autobahn ist nur erlaubt, wenn das Ziel in Österreich liegt. Die Kontrolle über diese Sperren obliegt Asfinag, Polizei und einem privaten Sicherheitsdienst. Der ÖAMTC hat bereits vor umfassenden Staus gewarnt, und das nicht nur auf der A13. Auch auf anderen Nord-Süd-Verbindungen in Salzburg, wie der A1 und B159, könnte es eng werden.

Verkehrschaos voraus!

Die Staugefahr beginnt bereits am Freitag – das heißt, viele Reisende brechen früher auf, um den Staus am Samstag zu entkommen. Und wenn das nicht genug wäre, sorgt die Baustelle an der Luegbrücke zusätzlich für Verzögerungen. Am Sonntag wird es nicht wirklich besser, denn auch da wird eine hohe Verkehrsbelastung erwartet. Die Tiroler Landesregierung hat sogar beschlossen, Ausweichstraßen wie die Brennerstraße B182 und die Ellbögener Straße L38 nur für Ziel- oder Quellverkehr freizugeben. Das hat zur Folge, dass man sich gedulden muss – die Sperre betrifft schätzungsweise 32.000 Fahrzeuge!

Dazu kommt, dass in Italien am 2. Juni ein Feiertag ist, was den Verkehr noch weiter belastet. Ein zusätzlicher Faktor ist eine Großveranstaltung in Innsbruck, die am selben Tag Tausende von Teilnehmenden anlockt. Wer auf die Idee kommt, großräumige Umfahrungen zu wählen, sollte sich bewusst sein, dass auch diese staugefährdet sind. Die Umleitungen über Gotthard, San Bernardino oder Reschenpass sind alles andere als ein Zuckerschlecken.

Tipps für Reisende

Der ÖAMTC empfiehlt, Autofahrten am Samstag möglichst zu vermeiden oder zumindest außerhalb der Sperrzeiten zu planen. Wer dennoch unterwegs ist, sollte unbedingt ausreichend Proviant mitnehmen, Pausen einlegen und nicht vergessen, dass Nachtfahrten besser vor 7:00 Uhr oder nach 19:00 Uhr geplant werden sollten. Auch bei verspäteter Ankunft in Unterkünften empfiehlt es sich, im Vorfeld Kontakt mit den Hoteliers aufzunehmen.

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Da die Polizei Kontrollen an den Tiroler Landesgrenzen durchführen wird, sollten Transitreisende frühzeitig auf Alternativrouten ausweichen. LED-Vorwarntafeln in Südbayern informieren über die Sperre und mögliche Staus, sodass man sich rechtzeitig darauf einstellen kann. Und das Wichtigste: Entspannt bleiben! Auch wenn die Situation angespannt ist, gibt es Möglichkeiten, die Reise so angenehm wie möglich zu gestalten.

Verkehrsinformationen und Ressourcen

Für aktuelle Verkehrsinfos lohnt sich ein Blick auf die Angebote des ÖAMTC. Der Routenplaner und die App liefern aktuelle Meldungen für Österreich, Deutschland, Kroatien, Slowenien und Südtirol. In Südtirol gibt es zudem deutschsprachige Radiosender, die laufend über die Verkehrslage berichten. Wer sich umfassend informieren möchte, hat auch die Möglichkeit, auf die Webseiten von Automobilclubs in anderen Ländern zuzugreifen, die ebenfalls wichtige Informationen zu Straßenzuständen und Baustellen bereitstellen.

Also, packt die Snacks ein, schnallt euch an und bleibt gelassen! Das Wochenende wird herausfordernd, aber mit den richtigen Informationen und etwas Planung lässt sich die Reise doch ganz gut meistern. Wir wünschen gute Fahrt!