Karim Onisiwo, der österreichische Fußballspieler mit Wurzeln in Wien und Nigeria, blickt auf eine bewegte Karriere zurück. Nach eineinhalb Jahren beim FC Red Bull Salzburg, wo er in 43 Pflichtspielen vier Tore erzielte, verabschiedet er sich nun von den Bullen. In einem Interview mit den „Salzburger Nachrichten“ spricht der 34-Jährige über die Höhen und Tiefen seiner Zeit in Salzburg, die von Verletzungen und einer Reservistenrolle geprägt war.

Der Wechsel im Winter 2025 von Mainz nach Salzburg war für Onisiwo ein Schritt, der sich zunächst vielversprechend anfühlte. Doch die Realität sah anders aus. Immer wieder warf ihn das Verletzungspech zurück, und erst im letzten halben Jahr fand er zu seiner Form zurück. Frustration über die ständige Bankdrücker-Rolle machte sich breit, und erst in den letzten drei Partien durfte er in der Startelf ran. „Es war nicht leicht“, gesteht Onisiwo und beschreibt seine Zeit als schwierig. „Ich habe die Erwartungen nicht erfüllt.“ Am Ende wird der Vertrag nicht verlängert – eine Entscheidung, die für ihn nicht überraschend kommt.

Ein Rückblick auf die Karriere

Karim Onisiwo wurde am 17. März 1992 in Wien geboren und wuchs im Bezirk Favoriten auf. Bereits in seiner Kindheit war er ein gefragter Spieler, verbrachte viel Zeit auf dem Fußballplatz und kickte mit Talenten wie David Alaba. Mit nur sechs Jahren begann er seine fußballerische Reise beim Favoritner AC, bevor er seine Jugend bei renommierten Vereinen wie SK Rapid Wien und FK Austria Wien verbrachte. Die Anfänge waren vielversprechend: Bei First Vienna war er in der U-17 und U-19 torgefährlich und feierte Meisterschaften.

Sein Weg führte ihn über verschiedene Stationen, wie dem TSV Neumarkt und dem SV Straßwalchen, bis er 2012 zum SV Austria Salzburg kam. Dort erzielte er in der Saison 2012/13 sechs Tore und fünf Assists, was ihm später den Wechsel zur SV Mattersburg ermöglichte. 2016 ging es dann in die deutsche Bundesliga zu Mainz 05, wo er seinen Durchbruch feierte und schließlich Rekordtorschütze der Mainzer wurde.

Der Abschied und die Zukunft

Nach seinem Abschied von Salzburg ist Onisiwo nun ein freier Spieler und hält sich alle Optionen offen. „Ich denke nicht an Karriereende“, sagt er, während er über die nächsten Schritte nachdenkt. Wo es ihn hinzieht, bleibt ungewiss, aber der Ehrgeiz, weiterzuspielen, ist spürbar. Die letzten Monate waren turbulent, und trotzdem verabschiedet sich Onisiwo professionell von seinem Klub.

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Die Zeit bei Salzburg mag von Herausforderungen geprägt gewesen sein, doch sie war auch Teil seiner Entwicklung als Spieler. Mit einer Mischung aus Enttäuschung und neuer Hoffnung geht er nun in die nächste Phase seiner Karriere. Ob es ein weiteres Abenteuer in der österreichischen Liga oder im Ausland wird, das bleibt abzuwarten. Fest steht: Karim Onisiwo wird weiterhin auf dem Platz stehen – und das ist schließlich das Wichtigste.