Am 6. Mai, genauer gesagt auf der A1 in Fahrtrichtung Wien, war die Polizei fleißig am Kontrollen durchführen – ein ganz normaler Tag, könnte man meinen. Doch was sie entdeckten, war alles andere als alltäglich. Ein 39-jähriger österreichischer Pkw-Lenker wurde angehalten und, oh Wunder, der Drogen-Speicheltest zeigte positiv auf Kokain. Nach einer kurzen medizinischen Untersuchung stellte der Amtsarzt die Fahruntüchtigkeit des Mannes fest. Was das für ihn bedeutete? Führerschein weg und eine Anzeige. Das war’s dann mit der entspannten Fahrt!
Doch das war längst nicht alles, was die Polizei an diesem Tag antraf. Am Nachmittag kam ein 34-jähriger Lenker in der Stadt Salzburg ins Spiel. Der hatte nicht nur kein Führerschein – ein absolutes No-Go – sondern transportierte auch ein 3-jähriges Kind auf der Rückbank. Und jetzt wird’s heikel: das Kind war mit einer ungeeigneten Sitzerhöhung gesichert. Auf dem Beifahrersitz saß zudem ein Hund, der ebenfalls ungesichert mitfuhr. Da fragt man sich doch, ob das alles wirklich sein muss. Auch dieser Lenker bekam eine Anzeige und durfte sich nicht mehr weiterfahren. Die Symptome einer Beeinträchtigung durch Suchtmittel waren einfach zu offensichtlich.
Der Speicheltest im Fokus
Nun könnte man sich fragen: Was hat es eigentlich mit diesen Speicheltests auf sich? Diese Schnelltests sind mehr als nur ein einfaches Gadget der Polizei. Sie ermöglichen eine zuverlässige Nachweisführung von Drogenkonsum direkt vor Ort. Das Besondere daran? Der Betroffene muss zustimmen, bevor der Test durchgeführt wird. Innerhalb von 5 bis 15 Minuten zeigen Verfärbungen im Speichelabstrich, ob jemand Drogen wie Kokain oder Opiate konsumiert hat. Und falls jemand die Speichelprobe verweigert? Dann könnte es ernst werden, denn eine Blutentnahme durch einen Arzt wird fällig.
Das Ganze klingt vielleicht nach Science-Fiction, doch die Technik des Speicheltests entwickelt sich ständig weiter und bietet mittlerweile eine ähnliche Zuverlässigkeit wie Bluttests, ohne dabei zu sehr in die Intimsphäre einzugreifen. Ein klarer Vorteil, denn bei Drogen- oder Alkoholverstößen drohen strenge Konsequenzen, insbesondere für Berufskraftfahrer. Viele dürften sich da überlegen, ob es wirklich eine gute Idee ist, nach einer Feier ins Auto zu steigen.
Drogen und der Straßenverkehr
Wenn man über Drogenkonsum und Autofahren nachdenkt, wird schnell klar: Das ist eine gefährliche Kombination. Die Sicherheit im Straßenverkehr wird dadurch massiv gefährdet. Wer erwischt wird, kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren rechnen – ganz zu schweigen von den finanziellen Folgen, die die meisten wohl eher nicht eingeplant hatten. Die Kosten für eine Drogenfahrt, inklusive Anwalts- und Verfahrenskosten, können sich schnell auf 5000 bis 7000 Euro summieren. Und wer denkt, er könnte mit einem kleinen „Schluck“ Cannabis ungeschoren davonkommen, irrt sich gewaltig. Auch wenn Cannabis unter gewissen Bedingungen legalisiert ist, das Fahren unter Einfluss bleibt ein absolutes No-Go.
Die Grenzwerte für THC im Blutserum werden ab dem 22.8.2024 sogar noch strenger. Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren gilt ein absolutes Verbot – ein einziger Nanogramm kann schon zur Anzeige führen und auch hier gilt: Wer auffällt, hat die A-Karte gezogen. Zivilrechtliche Folgen bei Unfällen unter Drogeneinfluss sind ebenfalls nicht zu unterschätzen; da kann es zu Mithaftung und Regress durch die Kfz-Haftpflichtversicherung kommen. Es bleibt also festzuhalten: Drogen können auf viele Arten eingenommen werden und wirken toxisch. Ein Umstand, den die Polizei nicht ignoriert.