Das Salzburger Landestheater macht sich bereit für eine aufregende Spielzeit 2026/2027, die unter dem Motto „Die Kunst der Versöhnung“ steht. Intendant Carl Philip von Maldeghem hebt hervor, dass das Theater ein Raum für gemeinsames Erleben und Reflektieren sein soll. In Zeiten, in denen die Welt von Spannungen und Konflikten geprägt ist, wird die Auseinandersetzung mit dem Thema Versöhnung besonders relevant. Die historische Bedeutung des Theaters, insbesondere im griechischen Kontext, wo Katharsis und Versöhnung zentrale Themen waren, spiegelt sich in dieser neuen Saison wider.

Die Eröffnung der Opernsaison wird mit Rossinis „L’italiana in Algeri“ gefeiert, unter der Regie von Alexandra Liedtke, die das Stück in einem einzigartigen Zirkus-Setting präsentiert. Neben dieser Premiere sind auch weitere Opernaufführungen geplant, darunter Tosca von Giacomo Puccini und Robinson Crusoe von Jacques Offenbach, sowie die Premiere von „L‘amore artigiano“ von Florian Leopold Gassmann.

Vielfältiges Schauspielprogramm

Auf der Schauspielbühne erwartet die Besucher die Komödie „Krach in Chioggia“, inszeniert von Nuran David Calis. Ein besonderes Highlight ist das Stück „Das österreichische Fußballwunder“ von Sarah Henker, das die Fußball-Weltmeisterschaft thematisiert. Weitere Produktionen wie Antigone, Die Erfindung des Paradieses und Animal Farm runden das abwechslungsreiche Programm ab.

Im Bereich Musical wird ein Jukebox-Musical namens „Ciao Bella“ von Marco Dott sowie die Erstaufführung von „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“ zu sehen sein. Für die Ballettfreunde gibt es eine Neuinterpretation von „Giselle“, BODyBEAT und die Wiederaufnahme von „Fridas Welt“.

Junge Sparte und hohe Auslastung

Besonders erfreulich ist die hohe Auslastung der jungen Sparte, die bei den meisten Produktionen über 90 Prozent liegt. Hier sind Programme von „Rennschwein Rudi Rüssel“ bis hin zu Themen der ersten Liebe zu finden. Kaufmännischer Direktor Bernhard Utz berichtet von einer Auslastung von rund 83 Prozent in der aktuellen Spielzeit, mit einem Anstieg der Abonnementzahlen um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu den stark nachgefragten Produktionen zählen Carmen/Rosa/Boléro, Dornröschen, Priscilla – Queen of the Desert, The Sound of Music und Der Fremde.

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Die Entscheidung, das Thema Versöhnung in den Mittelpunkt der kommenden Spielzeit zu stellen, ist ein starkes Zeichen. In Anbetracht der aktuellen europäischen und weltpolitischen Instabilitäten wird deutlich, dass das Theater nicht nur ein Ort der Unterhaltung, sondern auch ein Ort der Reflexion und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen ist. Die Schaffung eines Raumes für das gemeinsame Erleben von Spannung, Entspannung, Konflikt und letztlich Versöhnung ist eine wertvolle Aufgabe, die das Salzburger Landestheater mit dieser neuen Spielzeit anpackt.