Heute ist der 21.05.2026, und es gibt aufregende Neuigkeiten aus der Welt der darstellenden Kunst. In Prinzendorf laufen die Proben für das mit Spannung erwartete „Pfingstspiel“, das in einer Koproduktion der Wiener Festwochen, der Nitsch Foundation, dem nitsch museum und VERBUND realisiert wird. Choreografin Florentina Holzinger, die gerade mit ihrer Installation „Seaworld Venice“ bei der Kunstbiennale in Venedig für Furore sorgt, gibt dabei einen tiefen Einblick in das, was die Zuschauer erwartet.
Am Samstag war sie zu einem Artist Talk mit der Kulturjournalistin Almuth Spiegler eingeladen, und man kann sagen, dass die Vorfreude auf das „Pfingstspiel“ förmlich in der Luft lag. Holzinger beschreibt die Veranstaltung als eine Art „Etüde“, in der schnelle, experimentelle Entwürfe im Mittelpunkt stehen. Und das Beste? Die geplante Dauer des Events wird zwischen sieben und neun Stunden liegen! Da darf man sich auf so einiges gefasst machen!
Ein Erlebnis der besonderen Art
Den Auftakt macht ein Prolog im Wiener Eislaufverein, gefolgt von einer gemeinsamen Busfahrt in den malerischen Ort Prinzendorf, wo die Performance stattfinden wird. Holzinger betont die zentrale Rolle der Musik, die das Erlebnis zu etwas „exciting and legendary“ macht. Ihre Verbindung zu Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater, das sie bisher nur vom Hörensagen kennt, ist spürbar – sie fühlt sich mit den Aktionen verwoben, auch wenn sie selbst nie live dabei war.
Ein weiteres spannendes Element in Holzingers Arbeiten ist die Thematisierung von Schmerz. Sie sieht ihn als einen Teil des Lebens an, distanziert sich jedoch gleichzeitig von der Idee der Katharsis im Theater. Humor spielt für sie eine wesentliche Rolle – die Ernsthaftigkeit in der Kunst kann oft absurd sein. Das hat auch etwas Beruhigendes, findet ihr Publikum vielleicht.
Provokation und Kreativität
Holzinger hat sich selbst als „Pisskünstlerin“ bezeichnet und plant, in Prinzendorf auch „Blutkunst“ zu präsentieren. Das klingt jetzt schon nach einer echten Provokation! Es bleibt spannend, ob die Abschlussfrage zu möglichen T-Shirt-Sprüchen, die sie aufwarf – „In Venedig gewesen – gepisst“ oder „Geblutet!“ – tatsächlich zur Debatte steht. Denn dieser Humor, der an der Grenze des Erträglichen balanciert, ist es, was Holzingers Kunst so einzigartig macht.
Die Auseinandersetzung mit Neid und Missgunst hat sie jüngst auch in den sozialen Medien zu spüren bekommen. Nach der Premiere in Venedig wurde ihr Meta-Account blockiert. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr die Welt der Kunst nicht nur die Bühne, sondern auch die digitale Sphäre beeinflusst.
Für die Salzburger Kunstszene ist das „Pfingstspiel“ ein Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Wenn Holzinger erst einmal die Bühne betreten hat, wird es garantiert spannend, amüsant und vielleicht auch ein bisschen schmerzhaft. Aber hey, das ist Kunst – sie soll provozieren, berühren und zum Nachdenken anregen!