Heute ist der 28.06.2026, und wir blicken auf das bewegte Leben von Herwig, einem 53-jährigen Mann aus Bad Gastein. Sein Alltag ist geprägt von einem Schicksal, das ihn mit 22 Jahren nach einem Kletterunfall in den Rollstuhl brachte. Man könnte denken, das würde alles einengen, aber Herwig hat sich nicht unterkriegen lassen. Stattdessen hat er seine Wohnung nach seinen Bedürfnissen umgestaltet – mit einem behindertengerechten Bad und einer funktionalen Küche. So kann er sein Leben nach eigenen Vorstellungen leben.

Der Weg dorthin war nicht einfach. Herwig hatte schon in seiner Kindheit mit Unfällen zu kämpfen, die ihm das Sehvermögen auf dem rechten Auge raubten. Doch es war ein anderer Patient im Rollstuhl, der ihm half, den Willen zum Weitermachen zu finden. Diese Unterstützung war entscheidend für Herwig, um seine Lebensfreude zurückzugewinnen. Heute finden wir ihn auf Mittelalterfestivals, wo er als Infirmarius auftritt und seine Leidenschaft für Heilkräuter auslebt. Das sieht man ihm an – die Begeisterung, die er für diese historische Zeit hat, ist ansteckend!

Hilfe im Alltag

Ein wichtiger Bestandteil von Herwigs Leben ist die Unterstützung durch die Hauskrankenpflege. Wöchentlich kommt eine Heimhilfe und täglich besucht ihn Christina Eder, eine erfahrene Hauskrankenpflegerin, die seit 25 Jahren in der Pflege tätig ist. Die beiden haben eine persönliche Beziehung aufgebaut, die weit über die reine Pflege hinausgeht. Christina sorgt nicht nur für die Wundversorgung und allgemeine Gesundheitsberatung, sondern bringt auch ein Stück Menschlichkeit in Herwigs Alltag. Durch diese Unterstützung konnte er sogar Krankenhausaufenthalte vermeiden. Wer hätte gedacht, dass Pflege so viel mehr sein kann als nur medizinische Versorgung?

Und wenn Herwig nicht gerade auf Festivals unterwegs ist, findet man ihn oft beim Reparieren von Gegenständen oder beim Verkaufen von Maroni auf dem Adventmarkt. Er hat sich ein Handkurbelantrieb-Fahrrad zugelegt, mit dem er die Umgebung erkundet. Man merkt ihm seine Energie an, er strahlt eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist.

Würdigung der Pflege

In einem weiteren Schritt wird das Engagement im Pflegebereich in Salzburg besonders gewürdigt. Der neue Salzburger Pflegepreis „Nursena“ wird 2026 ins Leben gerufen, um außergewöhnliche Leistungen in der Pflege zu honorieren. Kategorien wie „Pfleger/-in des Jahres“ und „Pflegeteam des Jahres“ sind dabei nur einige der Möglichkeiten, um helfende Hände ins Licht zu rücken. Nominierungen sind bis zum 31. Juli 2026 möglich, die feierliche Preisverleihung findet am 10. November 2026 statt. Es ist eine willkommene Gelegenheit, die Menschen zu ehren, die oft im Schatten arbeiten und dennoch einen so bedeutenden Einfluss auf das Leben anderer haben.

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Herwigs Geschichte ist ein Beispiel für Mut und Entschlossenheit. Er zeigt uns, dass das Leben trotz aller Widrigkeiten lebenswert bleibt, vor allem mit der richtigen Unterstützung und einer positiven Einstellung. Seine Reise ist nicht nur inspirierend, sondern auch eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, einander zu helfen und die kleinen Freuden des Lebens zu schätzen.