In der Herrnau, einem charmanten Stadtteil im Süden Salzburgs, stehen zwei eindrucksvolle Kunstwerke des Salzburger Bildhauers Josef Magnus, die nicht nur die Passanten erfreuen, sondern auch die Herzen der Kunstliebhaber höher schlagen lassen. Die überlebensgroßen Plastiken „Zwei Hähne“ und „Zwei Hunde“ stammen aus dem Jahr 1969 und sind aus hochwertigem Kunststein gefertigt. Sie zeigen eindrucksvoll die Fähigkeit von Magnus, Tierfiguren in klare, reduzierte Formen zu übersetzen, ohne dabei deren charakteristische Merkmale zu verlieren.
Die beiden Hähne, die an der Konrad-Laib-Straße 9–11 stehen, erheben sich stolz auf etwa 1,2 Meter und wirken in ihrer Darstellung wachsam und gespannt. Sie scheinen in einem ständigen Wettstreit zu stehen, was ihnen eine dynamische Präsenz verleiht. Auf der anderen Straßenseite, an der Ulrich-Schreier-Straße 15, sind die „Zwei Hunde“ zu finden, die mit einer Höhe von 1,8 Metern auf sich aufmerksam machen. Diese beiden, vermutlich Schäferhunde, schauen in verschiedene Richtungen – einer blickt nach Norden, der andere nach Osten – und strahlen eine ruhige Aufmerksamkeit aus. Beide Kunstwerke fügen sich harmonisch in das Wohnumfeld ein und wirken trotz ihrer Größe freundlich und vertraut.
Ein Rückblick auf das Werk von Josef Magnus
Josef Magnus war nicht nur in der Herrnau aktiv. Er prägte das Stadtbild Salzburgs mit zahlreichen Plastiken im öffentlichen Raum, die an vielen bekannten Orten wie dem Mirabellgarten, dem Flughafen und dem Freibad Leopoldskron zu finden sind. Viele Menschen verbinden die beeindruckenden Skulpturen nicht direkt mit seinem Namen, doch sein Einfluss auf die Kunstszene und das öffentliche Leben in Salzburg ist unbestreitbar. Zudem schnitzte er für das Salzburger Marionettentheater fast 800 Figuren und Köpfe, die bis heute in Gebrauch sind.
Im Jahr 2025 wird eine Retrospektive zu seinem 20. Todestag stattfinden, die seine bedeutende Rolle in der Salzburger Kunstgeschichte würdigt. Diese Ausstellung, die vom 1. Juni bis 21. Juni 2025 im Schloss Wiespach zu sehen sein wird, zeigt vor allem Kleinplastiken aus Bronze, die oft als Vorlagen für die größeren Werke dienten. Kunsthistoriker Peter Husty, der Chefkurator des Salzburg Museums, wird ebenfalls zur Ausstellung sprechen und das künstlerische Schaffen von Magnus in den Kontext seiner Zeit einordnen.
Die Retrospektive bietet nicht nur einen Einblick in die Vielfalt seines Werkes, sondern zeigt auch, wie tief verwurzelt Magnus‘ Kunst im öffentlichen Raum von Salzburg ist. Seine Tierdarstellungen, die sowohl in ihren Formen als auch in ihrer Ausstrahlung überzeugen, sind ein fester Bestandteil der Stadt und laden dazu ein, die Kunst in der Alltagswelt neu zu entdecken.