In der bunten Welt des Theaters hat sich ein aufregendes Ereignis ereignet! Kim de l’Horizon, eine bemerkenswerte Stimme der queeren Literatur und Dramatik, wurde bei den 51. Mülheimer Theatertagen mit dem Mülheimer Dramatikpreis ausgezeichnet. Der Preis, der mit satten 15.000 Euro dotiert ist, wurde am Samstagabend in einer öffentlichen Sitzung in Mülheim an der Ruhr vergeben. Es ist eine Ehrung, die nicht nur die Künste feiert, sondern auch den Mut, sich selbst zu entfalten.

Kim, 34 Jahre alt und nichtbinär, ist bekannt für ihr scharfsinniges und humorvolles Spiel mit Worten. Ihr ausgezeichnetes Stück, „Die kleinen Meerjungraun“, das in der Regie von Alia Luque an den Bühnen Bern uraufgeführt wurde, erzählt von Sehnsucht, Liebe und dem Druck, sich gesellschaftlichen Normen anzupassen. Die Jury lobte das Werk für seine „sprudelnden, dichten und humorvollen Sprachspiele“. Man könnte sagen, es ist ein Plädoyer gegen normatives Denken und für queere Selbstentfesselung.

Doppelsieg und Publikumspreis

Besonders beeindruckend: „Die kleinen Meerjungraun“ ist Doppelsieger der Mülheimer Theatertage! Neben dem prestigeträchtigen Dramatikpreis hat das Stück auch den Publikumspreis gewonnen, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Es scheint, als hätten sowohl die Jury als auch das Publikum in diesem Fall das gleiche Gespür für die kraftvolle Botschaft des Stücks und die brillante sprachliche Umsetzung.

Kim de l’Horizon ist kein unbekannter Name in der Literaturszene. Ihr Debütroman „Blutbuch“ sorgte bereits für Furore und wurde in 17 Sprachen übersetzt. 2022 gewann das Werk sowohl den Deutschen als auch den Schweizer Buchpreis. Es ist ermutigend zu sehen, wie sich das kreative Schaffen von Kim in verschiedenen Formen entfaltet – von Lyrik über Prosa bis hin zu Theatertexten. Und das alles unter einem Pseudonym, das die Neugier noch weiter anheizt!

Preise und Auszeichnungen

Insgesamt waren bei den Mülheimer Theatertagen sieben neue Stücke für Erwachsene und fünf für die jüngere Generation im Rennen. Die Preise werden zu Beginn der nächsten Theatertage im Mai 2027 überreicht, das heißt, die Spannung bleibt bis dahin erhalten. Auch der Gordana-Kosanović-SchauspielerInnenpreis ging an die talentierte Shirin Ali für ihre Leistung in Arad Dabiris Stück „Druck!“.

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Besonders der KinderStückePreis, ebenfalls mit 15.000 Euro dotiert, wurde an Simone Saftig für ihr Stück „herzkopfüber“ vergeben, das sich mit dem schweren Thema einer krebskranken Mutter auseinandersetzt. Es ist eine wirklich bewegende Zeit für das Theater, wo Geschichten erzählt werden, die das Herz berühren und zum Nachdenken anregen.

Die Mülheimer Theatertage haben sich als eine Plattform etabliert, die nicht nur neue Talente fördert, sondern auch die Vielfalt und Tiefe der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik zelebriert. Und mit der kommenden Preisverleihung im Jahr 2027 steht uns eine spannende Zeit bevor, in der wir möglicherweise noch mehr von Kim de l’Horizon und anderen kreativen Köpfen hören werden.