Fiona Sironic, die 2022 mit ihrem Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ die Literaturwelt aufmischte, wird bald wieder im Rampenlicht stehen. Der Roman, der sich mit der Klimakrise sowie den Herausforderungen der digitalen Welt auseinandersetzt, hat nicht nur das Finale des Deutschen Buchpreises erreicht, sondern auch die Herzen vieler Leser*innen erobert. Sironic, 1995 in Neuss geboren und seit 2016 in Wien ansässig, wird demnächst am Wettlesen um den Bachmann-Preis teilnehmen, eine Veranstaltung, die sie mit großer Vorfreude erwartet.

Die Einladung von Laura de Weck, einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der Literaturszene, erfüllt sie mit Stolz. Sironic hat die Tage der deutschsprachigen Literatur schon lange verfolgt, und die Teilnahme am renommierten Wettbewerb ist für sie ein weiteres aufregendes Kapitel ihrer noch jungen Karriere. Ihr Debütroman, der brennende Wälder und den Widerstand gegen den Druck von „Mommyinfluencerinnen“ thematisiert, beschreibt eindrucksvoll den Verlust von Werten und Daten in unserer digitalen Präsenz. Die Buchpreis-Jury lobte den Text als „unruhig, einfallsreich, konfliktfreudig und komisch“ – ein starker Ausdruck von Sironics einzigartigem Stil.

Ein Blick in die literarische Welt von Fiona Sironic

Fiona Sironic ist mehr als nur eine aufstrebende Schriftstellerin. Sie hat ihre Ausbildung in Kreativem Schreiben, Sprachkunst und Gender Studies in Hildesheim und Wien mit Bravour gemeistert. Ihr schriftstellerisches Talent zeigte sich bereits früh, als sie Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses war. Für ihren ersten Roman erhielt sie das Startstipendium des BMKÖS und wurde 2024 für eines der Werkstattstipendien des Deutschen Nature Writing Preises nominiert, was ihre Relevanz in der heutigen literarischen Landschaft unterstreicht.

Die Hauptfiguren in ihrem Debütroman, die beiden Mädchen Era und Maja, entblättern auf unterschiedliche Weise ihre Reaktionen auf die Klimakatastrophe. Era, die das Artensterben dokumentiert, und Maja, die in Zerstörungswut ausbricht, um Kontrolle über ihre Identität zurückzugewinnen, spiegeln auf eindrucksvolle Weise die Herausforderungen wider, mit denen wir in einer immer digitaler werdenden Welt konfrontiert sind. Ganz nebenbei thematisiert der Roman die Frage, was wir im digitalen Zeitalter speichern und bewahren wollen. Ein zentrales Motiv bildet eine Serverfarm, die die Mädchen zerstören möchten, um auf die Energieproblematik des Internets aufmerksam zu machen.

Die Vorfreude auf Klagenfurt und die literarische Konkurrenz

Die Vorfreude auf Klagenfurt und den Wörthersee ist bei Sironic spürbar. Sie plant, nächste Woche zu reisen und freut sich auf die Lesung im Studio. In Bezug auf die Konkurrenz beim Bachmann-Preis bleibt sie gelassen. „Die Juroren stehen oft mehr in Konkurrenz zueinander als die Autoren“, merkt sie schmunzelnd an. Sironics Herangehensweise an den Wettbewerb ist erfrischend und zeigt, dass sie nicht nur um Ruhm und Ehre kämpft, sondern auch um das, was ihr am Herzen liegt – die Literatur selbst.

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Sironic hat in ihrer kurzen, aber bereits beeindruckenden Karriere eine Vielzahl von Interessen und Talenten gezeigt. Sie hat Kurzprosa und Romanauszüge in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien, darunter „Bella Triste“ und „JENNY“, veröffentlicht und gibt Workshops zum kreativen Schreiben. Sie wird von der Literaturagentur Elisabeth Ruge vertreten, was ihr zusätzlich Türen öffnet.

Mit der digitalen Welt, die uns oft isoliert, verwebt Sironic in ihren Werken die aktuellen Themen unserer Zeit. Ihre Masterarbeit in Gender Studies, die sich mit queertheoretischen Perspektiven im Medium Videospiel beschäftigt, zeigt, wie tiefgehend und vielschichtig ihr Denken ist. Sie hat die Fähigkeit, komplexe Themen in ihre Geschichten zu integrieren und gleichzeitig den Leser in eine emotionale Welt zu entführen.

Die Resonanz auf ihren Roman ist durchweg positiv, und bei Lesungen spürt man die Begeisterung des Publikums. Auch wenn das Thema Klimakrise oft verdrängt wird, ist Sironic bereit, diese wichtigen Gespräche anzustoßen und zu führen. Bald wird sie erneut im Zentrum der literarischen Aufmerksamkeit stehen, und die Vorfreude auf ihr kommendes Werk ist groß – wir dürfen gespannt sein, was sie uns als Nächstes präsentieren wird!