Die alte Pfarrökonomie in Ainring, ein denkmalgeschütztes Gebäude, das schon seit 2023 im Fokus steht, erfährt gerade eine umfassende Sanierung. Es ist ein spannendes Projekt, das von Wolfgang Brunner, einem 67-jährigen Musikprofessor aus Salzburg, geleitet wird. Die Hauptgebäude, welches aus dem 18. Jahrhundert stammt und eine Grundfläche von etwa 560 Quadratmetern hat, wird gerade für eine neue Bestimmung vorbereitet: einen Kulturhof! Die Vorfreude auf das, was hier entsteht, ist spürbar.
Doch wie es in alten Mauern oft der Fall ist, gibt es unerwartete Herausforderungen. Während der Arbeiten an der historischen Bausubstanz hat sich gezeigt, dass die Statik nicht so einfach zu handhaben ist wie zunächst gedacht. Die Mauern im Obergeschoss mussten mit einem Stahlrahmen verstärkt werden – das gibt dem Ganzen eine gewisse Stabilität. Auch die Decke zwischen Erd- und Obergeschoss wurde entfernt und durch eine solide Betondecke ersetzt. Es ist faszinierend, wie moderne Technik hier auf historische Architektur trifft.
Ein Kulturzentrum für die Region
Der Kulturhof wird künftig einen beeindruckenden 186 Quadratmeter großen Saal im ersten Stock beherbergen, der sich durch hervorragende Akustik auszeichnet. Für kulturelle Veranstaltungen und private Feiern wird auch ein identisch großer Veranstaltungssaal im Erdgeschoss zur Verfügung stehen. Wolfgang Brunner hat klare Visionen: Er möchte das Gebäude lebendig halten und plant, es auch für private und Firmenfeiern zu vermieten. In den Plänen sind zudem zwei großzügige Wohnungen hinter den Sälen vorgesehen, die vermietet werden sollen. Ein echter Gewinn für die Region!
Die Arbeiten an der Außenanlage haben bereits begonnen, auch wenn noch einige Außentüren und Fliesen fehlen. Die Fertigstellung soll rechtzeitig zum Gratiskonzert der Salzburger Hofmusik am 2. Juni erfolgen. Das wird ein Fest für alle, die die kulturelle Vielfalt in unserer Region lieben!
Probleme mit der Bausubstanz
Doch wie es oft der Fall ist, bringt die Sanierung auch einige unerwartete Hürden mit sich. Ludwig Moderegger von der SPD berichtete bei einer Bauausschuss-Sitzung von Bürgeranfragen, die sich speziell auf das Dach mit der Holzbalkenkonstruktion beziehen. Wolfgang Brunner steht in engem Kontakt mit dem Denkmalamt, um die notwendigen Klärungen und zusätzlichen Sanierungen zu besprechen. Diese Absprachen haben den Baufortschritt zwar verlangsamt, aber sie sind notwendig, um die historische Substanz zu bewahren.
Ursprünglich war geplant, das Dach im Herbst mit historischen Ziegeln zu decken. Nun zeigt sich jedoch, dass der tragende Mauerkranz marode ist, was neue statische Berechnungen erforderlich macht. Das ist frustrierend, aber ohne Zweifel wichtig, um die Sicherheit und Langlebigkeit des Gebäudes zu gewährleisten. Brunner plant, Anfang 2025 mit seiner Familie in die alte Scheune einzuziehen – die Vorfreude auf die Fertigstellung ist also verständlich!
Der Kauf des Anwesens erfolgte bereits 2015 von einem Landwirt, der die Gebäude zuvor von der Kirche übernommen hatte. Die Sanierungskosten und der Kaufpreis des Anwesens bleiben ein Geheimnis, doch Brunner ist fest entschlossen, das denkmalgeschützte Ensemble in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Man kann nur hoffen, dass die unvorhergesehenen Schwierigkeiten bald überwunden werden und der Kulturhof zu einem lebendigen Treffpunkt für alle wird.