Heute ist der 25.06.2026, und wenn man durch die Straßen von Salzburg schlendert, merkt man schnell: Die Stadt pulsiert. Doch hinter den Kulissen brodelt ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt – die Unternehmensnachfolge. Das Zusammenspiel zwischen der Fachhochschule Salzburg und dem Gründerservice der Wirtschaftskammer wird immer wichtiger, um die nächste Generation von Unternehmern auf die Herausforderungen der Betriebsübergabe vorzubereiten. Die Anforderungen an angehende Unternehmer steigen, und das nicht ohne Grund.

In Salzburg stehen viele Betriebe vor der Frage: Wer führt uns in die Zukunft? Die anstehenden Betriebsübergaben sind kein Einzelfall, sondern ein weit verbreitetes Phänomen. Die Zusammenarbeit zwischen der FH Salzburg, die ihren Studiengang in „Unternehmensführung & Entrepreneurship“ umbenannt hat, und der Wirtschaftskammer ist ein echter Lichtblick. Studierende haben die Möglichkeit, praxisnahe Kenntnisse zu erwerben, die ihnen später als Übernehmer oder Gründer von Unternehmen zugutekommen werden. Die Themen reichen von Finanzierung über rechtliche Fragen bis hin zu strategischen Überlegungen – alles, was man für eine erfolgreiche Nachfolge braucht.

Die Herausforderungen bei der Übergabe

Eines ist klar: Ein reibungsloser Übergabeprozess ist eine Kunst für sich. Wie gestaltet man diesen Prozess, ohne das tägliche Geschäft aus den Augen zu verlieren? Ganz einfach – nicht einfach. Oft stehen Unternehmen vor der Herausforderung, keinen familiären Nachfolger zu finden. Hier kommen verschiedene Optionen ins Spiel, wie etwa die Suche nach geeigneten Nachfolgern innerhalb des Unternehmens oder der Verkauf an einen branchenerfahrenen Manager. Wenn das nicht klappt, bleibt oft nur der Verkauf an ein strategisches Unternehmen. Das erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch ein Gespür für die Unternehmerfamilie.

Die Liste der Themen, die bei einer erfolgreichen Nachfolge berücksichtigt werden müssen, ist lang. Steuerrecht, Finanzen und die rechtliche Ausgestaltung sind nur einige der Punkte, die auf dem Tisch liegen. Auch die Unternehmenskultur und die Beziehungen zu Mitarbeitern und Kunden spielen eine entscheidende Rolle. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt – schließlich sind nicht nur Zahlen und Verträge wichtig, sondern auch die Menschen dahinter. Und die Konflikte, die oft bei der Übergabe auftauchen, wollen ebenfalls gekonnt gemeistert werden.

Der Druck im Mittelstand

<pIm deutschen Mittelstand wird die Unternehmensnachfolge bis 2025 zu einer der größten Strukturfragen. Auch in Österreich spüren wir die Auswirkungen. Immer mehr Unternehmer möchten aus Alters- und Belastungsgründen abgeben, doch der Mangel an geeigneten Nachfolgern wird zur echten Herausforderung. Der DIHK-Report zeigt auf, dass eine Rekordzahl an Unternehmern abgeben möchte, und das hat seine Gründe: Wirtschaftskrisen, hohe Kosten und ein immer größer werdender Abstand zwischen verfügbaren Unternehmen und Nachfolgeinteressierten. Das führt dazu, dass viele Unternehmen schließen müssen, weil sie keinen Nachfolger finden – eine besorgniserregende Entwicklung.

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Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: Die Finanzierung. Viele Übernahmeinteressierte berichten von Schwierigkeiten, während die Alt-Inhaber häufig überhöhte Preise erwarten oder die Übergabe zu spät vorbereiten. Das führt dazu, dass 27 % der beratenen Unternehmen eine Betriebsaufgabe in Erwägung ziehen. Frauen als potenzielle Nachfolgerinnen sind rar – nur 25 % der Interessierten sind weiblich. Dabei zeigen Statistiken, dass Frauen bei Gründungen über 40 % ausmachen. Hier gibt es noch viel Potenzial, das ausgeschöpft werden könnte.

Die Branchen sind ebenfalls unterschiedlich betroffen. Während in der Gastronomie und im Hotelgewerbe der Druck hoch ist, stehen im Handel und in der Industrie ganz andere Herausforderungen an. Hier sind Kaufzurückhaltung und Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel nur einige der Themen, die es zu bewältigen gilt. Auch in der Logistik und den Dienstleistungen gibt es große Hürden, die nicht aus dem Weg geräumt werden können.

Die Zukunft der Unternehmensnachfolge ist also ein vielschichtiges Thema, das uns alle betrifft. Die Synergieeffekte zwischen Hochschule und Wirtschaft sind entscheidend für eine positive Entwicklung. Studierende, die gut vorbereitet in die Praxis gehen, können frischen Wind in die bestehenden Strukturen bringen und so die Salzburger Wirtschaft stärken. Die Zeit drängt, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Landschaft der Unternehmensnachfolge in den kommenden Jahren entwickeln wird.