Heute ist der 13.06.2026 und die Vorfreude auf die Rainbacher Spiele ist wieder greifbar. In Rainbach im Innkreis, im malerischen Bezirk Schärding, weht ein neuer Wind durch den Theaterstadel. Am 18. Juni 2023 wird ein mit Spannung erwartetes Kapitel aufgeschlagen: Die Aufführung der ersten beiden Teile von Friedrich Zauners Romantetralogie „Das Ende der Ewigkeit“. Ein Stück, das uns ins ländliche Innviertel entführt, in die bewegten Jahre von 1900 bis 1916. Es ist, als ob die Geschichte selbst auf die Bühne drängt, um uns zu zeigen, wie das bäuerliche Leben an der österreichisch-deutschen Grenze von Umwälzungen geprägt wurde.

Der Theaterstadel, ein echtes Vermächtnis des Schriftstellerehepaars Roswitha und Friedrich Zauner, ist seit seiner Eröffnung im Jahr 2009 ein Ort der kulturellen Begegnung. Erbaut aus eigenen Mitteln, war der Stadel ursprünglich für Aufführungen biblischer Stücke gedacht. Nach dem Tod von Roswitha Zauner im Jahr 2021 haben ihre Töchter Anne, Christa, Agnes und Sohn Jakob das Ruder übernommen. Besonders Anne Zauner, die nach dem Tod ihres Vaters Friedrich im Jahr 2022 die Leitung übernahm, hat große Pläne. Sie möchte die Vision eines „Kulturstadels“ verwirklichen, in dem neben Theater auch Musik, Literatur, Vorträge und Kabarett Platz finden.

Ein Stück mit Herz und Tradition

Die ersten beiden Romane von „Das Ende der Ewigkeit“ werden von der talentierten Regisseurin Babett Arens in eine Bühnenfassung mit knapp drei Stunden Spielzeit umgesetzt. Dabei kommen über 30 Mitwirkende zum Einsatz, das Stück wird über drei Wochen aufgeführt. Die Verwendung von lebensgroßen Kinderpuppen für die Darstellung von Kinderrollen bringt eine besondere Note in die Inszenierung – das Publikum kann sich auf bewegende Momente freuen! Die Musik stammt von Matthias Deger und ist eine Hommage an traditionelle Weisen, die das Geschehen auf der Bühne perfekt untermalen.

Der Einzelverkauf läuft derzeit vielversprechend, das Budget befindet sich im sechsstelligen Bereich – nicht schlecht für einen Theaterstadel, der privat geführt wird und keine Verpflichtungen gegenüber Sponsoren hat. Ein Crowdfunding-Ziel von 15.000 Euro wurde ins Leben gerufen, um technische Ausgaben zu decken. Anne Zauner hat bereits Rohfassungen für die nächsten beiden Bände der Tetralogie, die gerade in Planung sind. Die Entscheidung über die Anzahl der Stücke steht allerdings noch aus. Man darf gespannt sein, was uns die Zukunft bringt!

Kulturelle Vielfalt im Theaterstadel

Die Rainbacher Spiele, die früher als Rainbacher Evangelienspiele bekannt waren, legen großen Wert darauf, Menschen aller Altersstufen und Konfessionen für die dramatisierten Bibelstoffe zu begeistern, ohne dabei eine Bekehrung anzustreben. Die Produktionen zeigen Grundkonflikte des Menschseins und schaffen einen Raum für tiefgehende Reflexionen und Emotionen. Ab dem Jahr 2025 wird es einen programmatischen Richtungswechsel geben, und der Theaterstadel wird auch für andere Veranstaltungen wie Konzerte und Kulturprojekte geöffnet. Das bedeutet, dass der Stadel zu einem echten Zentrum für kulturelle Vielfalt in der Region werden könnte.

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Österreich hat schließlich eine bedeutende Film- und Theatergeschichte, die mit Persönlichkeiten wie Max Reinhardt und Romy Schneider fest verwoben ist. Diese Tradition an Kreativität und kulturellem Schaffen spiegelt sich auch in den Rainbacher Spielen wider. Der Theaterstadel hat Platz für rund 550 Zuschauer und kann von Mai bis Oktober bespielt werden. Eine perfekte Gelegenheit, um in die Welt des Theaters einzutauchen und sich von den Geschichten, die hier erzählt werden, mitreißen zu lassen!